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Legdener sind Feuer und Flamme für die neue Mitte

Dahliengarten eröffnet

Der Minister ist ehrlich. Blumen fallen eigentlich nicht in sein Ressort, jedenfalls nicht zuhause im eigenen Garten. „Das macht meine Frau. Ich bin ich fürs Obst und Gemüse zuständig.“ Als NRW-Umweltminister aber ist Johannes Remmel gestern gerne nach Legden gekommen, um den Dahliengarten feierlich zu eröffnen.

LEGDEN

, 20.09.2015

Denn der Dahliengarten, so der Minister, habe ja mehr zu bieten, als ein farbenprächtiges Blütenfeuerwerk der 160 verschiedenen Dahliensorten. Remmel: „Der Dahliengarten ist ein neuer Mittelpunkt im Dorf. Er ist Ausdruck einer lebendigen Dorfmitte.“

Damit werde Legden seinem Anspruch, „Zukunftsdorf“ zu sein, gerecht. Remmel ordnete das Projekt als wichtigen Baustein in einen größeren Rahmen ein. Im Rahmen der Regionale 2016 und des Leader-Förderprogramms stelle sich Legden als Zukunftsdorf exemplarisch und auf vielfältige Weise den Herausforderungen des demografischen Wandels, der Veränderungen in der Landwirtschaft und der Energiegewinnung.

"Feuer und Flamme"

Unter Anspielung auf den Dahlienbeinamen „feurige Mexikanerin“ erklärte Remmel: „Die Legdener sind offensichtlich Feuer und Flamme für ihr Dorf.“ Denn viel wichtiger als die 186 000-Euro-Förderung des Landes sei das ehrenamtliche Engagement, das den Dahliengarten erst ermöglicht habe. „Sie haben zuerst gefragt: Was können wir selbst tun?“.

Dieses Engagement, so lobte Regionale-Geschäftführerin Ute Schneider in einer Talkrunde, zeichne viele andere Projekte aus. Und die zeigen bereits positive Wirkung, erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Noch vor der offiziellen Eröffnung hätten bereits geschätzte 10 000 Menschen den Dahliengarten besucht. Und das nicht nur, um die Blütenpracht zu bewundern, sondern auch um zu feiern, zu spielen oder sich zu bewegen, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Martina Schrage erläuterte.

Dahlien schmecken auch

Kleweken: „Wir haben unsere drei gesetzten Ziele erreicht. Erstens: die Identität des Dahliendorfes zu stärken und es für Touristen attraktiver zu machen. Zweitens: den Dorfkern zu beleben. Und drittens: einen Treffpunkt für Generationen zu schaffen.“ Bei einem Rundgang durch den Dahliengarten stellte Franz Hoffmann vom Dahliengartenteam Remmel die Konzeption des Schaugartens vor.

Und Hedwig Janning stellte die kulinarischen Möglichkeiten der Dahlie vor und ließ den Minister vom Dahlienlikör und von den Dahlienblüten kosten. „Vielleicht“, so der Minister, „ist diese Blume ja doch etwas für meinen Aufgabenbereich im heimischen Garten.“

Dahlientaufe

Das ist auch für einen Minister exotisch: Gestern durfte der Umweltminister zur Eröffnung des Dahliengartens eine neue Dahliensorte taufen – zusammen mit Dahlienkönigin Lena I., Regionale-2016-Geschäftsführerin Ute Schneider, Georg Beckmann, Beigeordneter der Stadt Ahaus, Franz-Josef Weilinghoff, Bürgermeister der Gemeinde Heek und Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

Die vielen Taufpaten symbolisieren einen Grundgedanken der Regionale 2016 sowie des Förderprogramms Leader: Die Städte und Gemeinden sollen Kirchturmdenken überwinden und gemeinsam Projekte auf die Beine stellen. Das spiegelt sich auch im Namen der neuen Dahlie wieder: RegionAHL, wobei AHL für Ahaus, Heek und Legden steht. Züchter der neuen Sorte ist der renommierte Legdener Dahlienexperte Wilhelm Schwieters, der die Neuzüchtung nur mit knappen Worten beschrieb: „Die ist einfach gut!“ Ansonsten ließ er lieber die Blumen sprechen.

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