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"Noch sind Plätze frei"

Legden/Ahaus Drängeln, Schieben, Stehenbleiben: Diesen Dreikampf absolvieren jeden Morgen die Legdener Fahrschüler auf dem Weg nach Ahaus. "Unhaltbare Zustände", schimpfen die Eltern und fordern einen zusätzlichen Bus. "Lediglich ein Verteilungsproblem. An sich wäre noch Platz für mehr Schüler", halten Verwaltungsmitarbeiter und Busbetreiber jetzt dagegen.

16.10.2007

Gestern Morgen, kurz vor sieben Uhr: Vertreter der Gemeinde Legden, der Stadt Ahaus, des Linienbetreibers Westfalen-Bus und einige Eltern stehen an der Bushaltestelle Waldkrone - etwas weiter die Kinder und Jugendlichen.

"Dass ein Bus voll ist oder gar zu voll, ist eine subjektive Empfindung", erklärt Theo Witte, Ordnungsamtsleiter der Stadt Ahaus, die als Schulträger zuständig ist für die Schülerbeförderung. Jetzt gelte es objektiv nachzugucken, ob die Situation wirklich so skandalös sei, wie es zuletzt die SPD Legden in einem Antrag formuliert hatte (Münsterland Zeitung berichtete). Die Behördenvertreter zählen nach.

Das Ergebnis: Im vollsten aller Busse hätten 20 Kinder gestanden - und das bei 39 möglichen Stehplätzen. "Dabei waren im ersten Bus sogar noch fünf Sitzplätze frei", ergänzt Witte.

Der Dienstagmorgen sei auch ein untypischer Tag, halten die Eltern dagegen: Eine Zählung vorzunehmen, wenn die neunten Jahrgänge der Realschule auf Klassenfahrt seien, verzerre das Ergebnis. "Aber nur um 36 Schüler", weist Witte den Vorwurf zurück: "Für die gibt es in jedem Fall noch freie Kapazitäten".

Einen fünften Bus wird es - so Stadt Ahaus, Gemeinde Legden und Westfalenbus - nicht geben. Allerdings werden ab heute drei und nicht nur zwei Busse das AHG direkt ansteuern, "damit sich nicht alle AHG-Schüler nur auf zwei Busse stürzen".

"Immer wieder sind Schüler morgens stehen gelassen worden, weil die Busse zu voll sind", schimpft Ulrike Becker, Mutter eines elfjährigen AHG-Schülers. Auch wenn die Vertreterin von Westfalenbus dementiert, hält Becker daran fest: "Morgens ist es katastrophal, mittags noch schlimmer." sy-

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