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Schulschließung vertagt

Asbeck Die ersten drei Jahrgänge aus beiden Ortsteilen sollten gemeinsam in Legden zur Schule gehen, der vierte Jahrgang geschlossen nach Asbeck fahren: So sah es das "Jahrgangsmodell" zur Rettung der Asbecker Grundschule vor. "Nicht genehmigungsfähig", wie die Bezirksregierung Münster findet.

18.10.2007

"Im Grunde stand die ganze Zeit im Schulgesetz, dass sich das Modell nicht umsetzen lässt", erklärte Schulrat Michael Maaßen den über die Absage aus Münster ebenso überraschten wie verärgerten Schulausschussmitgliedern am Mittwochabend. Dort würden vier aufsteigende Klassen pro Schulstandort gefordert. Dass er die Legdener dennoch nicht gebremst habe, viel Zeit und Energie in die Entwicklung und Diskussion dieser Organisationsform einer Verbundschule zu stecken, erläuterte der Schulrat so: "Wir haben alle gehofft, dass die Bezirksregierung so wie in Vreden entscheiden würde." Dort gab sie schließlich noch grünes Licht für eine Verbundschule nach dem Jahrgangsmodell.

Den Legdenern bleiben dagegen nur zwei andere Wege: neben der Auflösung der Asbecker Schule das Modell "Kleine Schule in der großen Schule". Das bedeutet: Die Asbecker Grundschule würde als Dependance der Legdener Brigidenschule fortgeführt - mit den geforderten vier aufsteigenden Jahrgängen.

Schulrat Maaßen wies auf die Probleme hin: "Der Klassenfrequenzrichtwert, nach dem sich die Lehrerstellen richten, beträgt 24,09." Die Asbecker Klassen seien schon jetzt durchweg kleiner. Mit anderen Worten: "Die Ausstattung mit Lehrerstellen in Asbeck ist sehr schlecht." Bislang habe er als zuständiger Beamter der Schulaufsichtsbehörde der Margaretenschule stets mehr Lehrerstellen zugewiesen als ihr rechnerisch zuständen, "aber das geschah zu Lasten anderer Schulen."

Wendepunkt 2009/10

Mehr Schüler müssen her - zum einen, um die pädagogische Qualität, die entscheidend an der Zahl der Lehrer hänge, zu bewahren, zum anderen, um ein Abrutschen unter die Mindestzahl von 18 Schülern pro Klasse zu vermeiden. Bereits in zwei Jahren würde dieser Wert unterschritten.

Die Fraktionen zogen unterschiedliche Schlüsse: Die SPD forderte, "auch wenn's traurig ist", jetzt das sukzessive Auslaufen der Schule zu beschließen. Die UWG setzte sich mit ihrer Forderung nach einer Elternbefragung durch, genauso wie die CDU, die forderte abzuwarten. Im Januar liege das Gutachten zur Schulentwicklungsplanung vor. sy-