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Streit zwischen Vater und Sohn endet vor Gericht

25.01.2008

Legden Die jahrelangen Streitigkeiten zwischen Vater und Sohn endgültig aus der Welt und Familienfrieden zwischen den Streithähnen zu schaffen, versuchte das Amtsgericht in Ahaus mit viel Geduld und gutem Zureden bei der jüngsten Anklage gegen den 31-jährigen Sohn wegen Körperverletzung zu erreichen. Ihm wurde zur Last gelegt, seinen 67-jährigen Vater im Sommer des vergangenen Jahres mehrmals geschlagen, ihm ein blaues Auge, Rötungen im Gesicht und eine blutende Lippe zugefügt zu haben. Diese Vorwürfe stritt der Sohn mit aller Entschiedenheit ab, während sie vom Vater in seiner Zeugenaussage bestätigt wurden.

Auf dem ländlichen elterlichen Anwesen in einer Legdener Bauerschaft war es schon häufiger zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn gekommen. Der Sohn, der inzwischen vom Hof fortgezogen ist, hielt sich öfter dort auf, um nach seiner Darstellung der Mutter zuliebe bei der Feld- und Stallarbeit zu helfen. Das ging allerdings selten gut aus, und die beiden Männer gerieten häufig aneinander.

Gericht, Staatsanwaltschaft sowie der Verteidiger des Angeklagten waren bemüht, die ganze Sache zu einem guten Ende zu bringen. Dem Vorschlag des Verteidigers, die Anklage einzustellen, stellte sich das Gericht nicht entgegen. Es machte dem Sohn allerdings ein Hofverbot zur Auflage. Für mindestens ein Jahr darf er das elterliche Anwesen nicht mehr betreten.

Mit dieser Lösung waren alle Beteiligten einverstanden. Falls der Sohn trotz des Verbotes auf dem Hof auftauchen sollte, werde das Verfahren gegen ihn wieder neu aufgenommen, warnte der Richter. ek

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