Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Leichenfunde von Hille: Mordanklage gegen zwei Männer

Nach den aufsehenerregenden Leichenfunden im ostwestfälischen Hille hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Dreifachmörder und einen Helfer erhoben. Die Vorwürfe im Fall des ehemaligen Fremdenlegionärs Jörg W. lauten auf dreifachen Mord, die Anklage gegen einen Zeitsoldaten auf zweifachen Mord, wie der Sprecher des Landgerichts Bielefeld, Guiskard Eisenberg, am Freitag sagte. Lässt das Gericht die Anklage zu, soll der Prozess am 3. September 2018 beginnen. Mehrere Medien hatten zuvor über die Anklage berichtet.

,

Hille

, 29.06.2018
Leichenfunde von Hille: Mordanklage gegen zwei Männer

Eingangsbereich des Landgerichts Bielefeld. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Auf zwei Höfen in Hille an der Grenze zu Niedersachsen waren im März 2018 die Leichen dreier Männer mit deutlichen Spuren von Gewalt entdeckt worden. Jörg W. (51) hatte eingeräumt, einen 30-Jährigen aus dem niedersächsischen Stadthagen 2017 mit einem Hammer erschlagen zu haben. Zu den Funden der beiden weiteren Leichen äußerte sich der bislang nicht vorbestrafte Jörg W. nicht. Bei den weiteren Opfern handelt es sich um einen 71 Jahre alten Nachbarn und einen 65 Jahre alten Hilfsarbeiter. Das Motiv soll Habgier gewesen sein. Die Ermittler hatten geplünderte Konten entdeckt.

Der zweite Angeklagte, ein 24-jähriger Zeitsoldat, soll mit dem Jörg W. und dessen Ehefrau auf dem Hof in Hille gelebt haben und an zwei der drei Tötungen beteiligt gewesen sein.