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Leverkusen führt Leipzig im eigenen Stadion vor

Angeführt von Offensivstar Brandt glänzt Leverkusen beim Topspiel in Leipzig. Das 4:1 führt Bayer auf den ersehnten Champions-League-Platz vier. Leipzigs Rückschlag kommt vor dem Marseille-Spiel zur Unzeit.

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Leipzig

, 09.04.2018
Leverkusen führt Leipzig im eigenen Stadion vor

Leverkusens Spieler jubeln über den Treffer zum 2:1. Foto: Jan Woitas

Bayer 04 Leverkusen ist mit einer furiosen Leistung auf die Champions-League-Plätze zurückgekehrt und hat RB Leipzig in der vorerst wichtigsten Europa-Woche eine schwere Niederlage beschert. Angeführt vom überragenden Julian Brandt setzte sich die dominante Werkself in einem begeisternden Montagsspiel mit 4:1 (1:1) gegen die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl durch. Nach der Leipziger Führung durch Marcel Sabitzer (17. Minute) sorgten Kai Havertz (45.), Nationalspieler Brandt (51.), Panagiotis Retsos (56.) und Kevin Volland (69.) vor 35 617 Zuschauern in wenigen Minuten für die Wende. Es war die höchste Heimniederlage der Sachsen in dieser Bundesliga-Spielzeit.

„Solche Spiele machen Spaß. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und ich glaube, wir sind heute verdient der Sieger“, sagte Matchwinner Brandt, der sich und seine Mitspieler im Verlauf der Partie „immer besser“ gesehen hat. Leverkusens Torschütze Havertz fügte bei Eurosport an: „Es war über 90 Minuten ein richtig guter Auftritt von uns. Man hat auf dem Platz auch gemerkt, dass heute für die Leipziger nicht viel möglich war.“

In der Tabelle kletterte Leverkusen zum Abschluss des 29. Spieltags auf den vierten Platz. Leipzig, das am Donnerstag bei Olympique Marseille um den Einzug in das Halbfinale der Europa League kämpft, ist hinter Frankfurt nur noch Sechster. Aus der Spitzengruppe der besten sechs Teams ist Leverkusen das erste Team, das in Leipzig einen Sieg davontrug - und was für einen!

Und das, obwohl die Anhänger der Leipziger vom Anpfiff an richtig loslegten und für eine prächtige Stimmung beim vierten der umstrittenen Montagsspiele sorgten. Die RB-Profis hatten mehr Mühe, ins Spiel zu finden gegen eine starke Leverkusener Mannschaft, die nach der peinlichen 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln und der Nullnummer gegen Augsburg endlich wieder siegen wollte.

Die Rheinländer stießen in bestem RB-Stil schnell in die Spitze vor. Der glänzend aufgelegte Julian Baumgartlinger (4.) hatte nach einem Freistoß die erste große Chance per Kopf, scheiterte aber aus kurzer Distanz am stark reagierenden Peter Gulacsi im Tor der Leipziger.

Nach etwa zehn Minuten fanden die Gastgeber besser ins Spiel: Nationalspieler Timo Werner kam im Strafraum zum Schuss, Jonathan Tah lenkte den Ball zur Ecke ab. Nur wenige Minuten später klappte es und wieder war Werner beteiligt: Er spielte den Ball auf Sabitzer, der auf Poulsen, der Däne legte dem Österreicher vor und dieser vollendete trocken aus 20 Metern. Für Sabitzer war es das dritte Saisontor und das erste nach fast einem halben Jahr. Leverkusens aktiver Start hatte nichts gebracht. Gleich danach musste auch noch Innenverteidiger Sven Bender raus, der zuvor umgeknickt war.

Die Elf von Trainer Heiko Herrlich erholte sich schnell und riss die Partie wieder an sich. Der 21-jährige Brandt, der jüngst bis 2021 verlängerte, setzte sich immer wieder in Szene. Zunächst rutschte er in der Mitte an einem Ball nur knapp vorbei, dann scheiterte er an Gulacsi (31.). Leipzig blieb in der offen geführten Partie stets gefährlich: Sabitzer (37.) verfehlte das 2:0 nur knapp. Dann schlug Leverkusen zu: Nach einer Ecke der Gastgeber konterten die Gäste blitzschnell. Brandt bediente Havertz, der direkt abnahm und damit für den verdienten Ausgleich sorgte.

Von den 26 Punkten, die beide Teams vergangene Saison trennten, war gar nichts zu spüren. In der zweiten Halbzeit spielte nur Bayer. Nach einem langen Abschlag von Torwart Bernd Leno kam der Ball etwas glücklich zu Brandt, der aus kurzer Distanz traf und Leverkusen damit die Führung bescherte. Nur wenige Minuten später legte der eingewechselte Retsos nach und sorgte damit für die Entscheidung für die entfesselt aufspielenden Gäste. Die Leipziger wirkten nun völlig desorientiert und wurden erneut bestraft. Vorarbeit von Brandt, Abschluss von Volland: Fertig war der 4:1-Endstand für die überlegenen Gäste.