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Lob von Becker: Zverev beißt sich bei French Open durch

Paris. Das ging für Alexander Zverev bei den French Open noch einmal gut. Lange Zeit lief er gegen den Serben Dusan Lajovic in der zweiten Runde Rückständen hinterher. Doch letztlich fand der Favorit noch einen Weg, das Zweitrunden-Match zu drehen. Boris Becker lobte ihn.

Lob von Becker: Zverev beißt sich bei French Open durch

Hat in Paris die dritte Runde erreicht: Novak Djokovic. Foto: Christophe Ena

Alexander Zverev wirkte fast zu müde zum Jubeln, als er den nächsten frühen K.o. bei French Open endlich abgewendet hatte.

Dafür durfte er nach dem schwer erarbeiteten Fünf-Satz-Sieg über den Serben Dusan Lajovic frische Zuversicht für die dritte Runde und ein großes Lob von Boris Becker mitnehmen.

„So ein Match braucht jeder, um da mal durchzukommen“, meinte Zverev mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf. Das letztjährige Achtelfinale von Wimbledon ist bislang noch sein bestes Grand-Slam-Resultat, im Vorjahr war in Paris gleich zum Auftakt Schluss.

„Jetzt ist er 21 Jahre alt und hat zum ersten Mal ein Fünf-Satz-Match bei einem Grand-Slam-Turnier gewonnen, bei dem er 2:1-Sätze zurücklag. Deswegen "Bravo"“, kommentierte Becker als Tennis-Experte bei Eurosport den 2:6, 7:5, 4:6, 6:1, 6:2-Erfolg. Fast dreieinhalb Stunden dauerte es bis dahin, dann hatte der Weltranglisten-Dritte den hartnäckigen Lajovic in der Stierkampfarena des Stade Roland Garros endlich niedergerungen. Zverev hob die Arme und ließ sich von den Fans ein wenig feiern, dann sank er ermattet auf seinen Stuhl.

„Er hat sehr unangenehm gespielt, ich habe ziemlich viele Fehler gemacht, die ich in den letzten Monaten nicht gemacht habe“, sagte Zverev, der sich auf ein schweres Match gegen den Achtelfinalisten von 2014 eingestellt hatte. Der Hamburger fand schließlich einen Weg, die Partie noch zu drehen, indem er besser aufschlug und das Tempo steigerte.

Der fast zwei Meter lange Schlaks verlor zum Auftakt sein Aufschlagspiel - das war ihm in jüngster Zeit nur ganz selten passiert. Auch danach fand er an dem heiter bis wolkigen Nachmittag schwer ins Geschehen und leistete sich viele Fehler im ersten Duell mit Lajovic, der jüngst in Madrid erstmals in einem Masters-Viertelfinale stand. Der 60. der Weltrangliste bestätigte schnell Zverevs Einschätzung als guter Sandplatzspieler.

Zum Unmut etlicher Pariser Zuschauer zerlegte der Favorit nach dem nächsten Aufschlagverlust zum 1:2 im zweiten Satz seinen Schläger. Fortan biss sich der 21-Jährige ins Match und ließ sich auch nicht von einem Stolperer vor dem 5:5 irritieren. Zverev stand mit verschmuddelter Hose und rotem Sand an den Beinen auf, profitierte nun von einigen Fehlern des clever spielenden Lajovic und feierte den Satzausgleich mit einem weit hörbaren „Jaaaa!“. Zwar ging auch Satz drei wieder verloren, dann aber setzte sich Zverev gegen den müder werdenden Lajovic endlich durch.

Becker bescheinigte der großen deutschen Hoffnung auch eine weiter verbesserte Physis: „Ich glaube, dass er zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Match gemerkt hat, dass er physisch stärker als der andere ist. Er hatte keine Angst vor den langen Ballwechseln oder in den fünften Satz zu gehen. Er wurde eher stärker.“ Zverev habe dies mit Gestik und Körpersprache gezeigt und zur rechten Zeit auch Stopps gespielt. „Das habe ich zum ersten Mal bei ihm in dieser Form gesehen“, stellte Becker erfreut fest.

Nächster Gegner ist am Freitag der an Nummer 26 gesetzte Damir Dzumhur aus Bosnien-Herzegowina. Am Donnerstag haben noch sechs weitere Deutsche die Chance auf das Weiterkommen: Angelique Kerber, Julia Görges und Andrea Petkovic bei den Damen, Mischa Zverev, Jan-Lennard Struff und Maximilian Marterer bei den Herren.

Am Mittwoch zogen auch der einstige Paris-Sieger und Ex-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic aus Serbien und Mitfavorit Grigor Dimitrow in die dritte Runde ein. Der Bulgare gewann erst im fünften Satz 10:8 gegen Jared Donaldson aus den USA. Die rumänische Weltranglisten-Erste Simona Halep gewann ihr verspätetes Erstrundenmatch nach schwachem Start noch 2:6, 6:1, 6:1 gegen Alison Riske aus den USA. Die Mitfavoritinnen Caroline Wozniacki aus Dänemark, Jelina Switolina aus der Ukraine und Petra Kvitova aus Tschechien stehen schon in Runde drei.

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