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Lokführer-Streik im NRW-Nahverkehr läuft: Chaos bleibt aus

DORTMUND Letzte Nacht um 2 Uhr hat das Arbeitsgericht Chemnitz die für heute geplanten Streiks der Lokführergewerkschaft GDL im Nahverkehr für zulässig erklärt. Im Fern- und Güterverkehr bleibt die Arbeitsniederlegung verboten. Der Streik begann pünktlich um 8 Uhr und soll noch bis 11 Uhr laufen. Bis 9 Uhr blieb ein Chaos auf den nordrhein-westfälischen Bahnhöfen allerdings aus.

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Lokführer-Streik im NRW-Nahverkehr läuft: Chaos bleibt aus

"Nicht einsteigen" steht auf dieser Regionalbahn während eines Streiks der Lokfuehrer im Nahverkehr.

Bahnkunden in Nordrhein-Westfalen mussten sich am Freitagmorgen auf ein eingeschränktes Zugangebot einstellen. Bereits vor dem angekündigten Streik der Lokführer hatte die Bahn einen Notfallfahrplan in Kraft gesetzt, der während des ganzen Tages Gültigkeit hat. In vielen Bahnhöfen war der Andrang der Reisenden verhalten, die Bahnsteige waren leerer als an anderen Tagen. Offenbar hatten sich die Pendler überwiegend auf den Streik eingestellt. Auch einige Regionalzüge, die sonst im Berufsverkehr voll sind, waren deutlich leerer. An den Informationsschaltern bildeten sich jedoch lange Schlangen.

Notfallplan: Verbindungen bleiben aufrecht

Der Notfallplan der Bahn sieht vor, die meisten Zugverbindungen aufrecht zu erhalten. Allerdings werden die Züge nicht so häufig wie an normalen Tagen verkehren. Die während der Hauptverkehrszeiten eingesetzten zusätzlichen Züge fallen aus. „Wir bemühen uns, den Verkehr trotz des bevorstehenden Lokführerstreiks normal abzuwickeln. Wir müssen sehen, wie uns das gelingt“, hatte ein Bahnsprecher erklärt.

Jeder zweite Zug im Regionalverkehr sollte ausfallen

Bundesweit wurde damit gerechnet, dass von den täglich rund 750 Zügen des Fernverkehrs rund zwei Drittel fahren, vor allem die ICE-Züge. Im Regionalverkehr war geplant, bis zu 50 Prozent der täglich 19 000 Züge fahren zu lassen.

Bahn hat kostenloses Info-Telefon geschaltet

Verbindungen mit dem eingeschränkten Fahrplan können nach Bahnangaben über die Reiseauskunft abgerufen werden. Für telefonische Informationen hat die Bahn rund um die Uhr eine kostenlose Service-Hotline unter 08000 99 66 33 geschaltet. Die GDL will mit dem Streik einen eigenständigen Tarifvertrag durchsetzen, der Entgelt und Arbeitszeit für Lokführer regelt. Die Gewerkschaft fordert deutlich höhere Einstiegsgehälter von mindestens 2500 Euro. Beides lehnt die Bahn ab.

                                        

 

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