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Lokführergewerkschaft erwartet Zustimmung zu Tarifvertrag

Frankfurt/Berlin (dpa) Die Lokführergewerkschaft GDL erwartet an ihrer Basis eine hohe Zustimmung zum mit der Bahn ausgehandelten Tarifvertrag. «Ich denke, wir können das Ergebnis sehr gut bei unseren Mitgliedern verkaufen», sagte der GDL-Vizechef Claus Weselsky am Donnerstag im Sender n-tv.

Lokführergewerkschaft erwartet Zustimmung zu Tarifvertrag

GDL-Chef Manfred Schell zeigt sich zufrieden.

Nach der in den nächsten Wochen geplanten Vertragsunterzeichnung müssen die GDL-Mitglieder den Abschluss noch in einer Urabstimmung billigen, wie eine Sprecherin in Frankfurt erläuterte. Zur Annahme sind 25 Prozent Ja-Stimmen nötig. In einer ersten Urabstimmung Anfang August hatten 95,8 Prozent für Streiks votiert. Für die noch erforderliche Kooperationsvereinbarung zwischen GDL und den größeren Gewerkschaften Transnet und GDBA soll laut Bahn in den nächsten zwei Wochen eine Lösung gefunden werden.

Weselsky sagte, er sei froh, dass der Tarifkonflikt nach rund zehn Monaten vorbei sei. «Es war nie Wille und Ziel von Lokomotivführern, die Republik lahmzulegen, sondern wir wollten ein vernünftiges Einkommen», sagte er im Sender N24. Die Bahn und die GDL hatten sich am Mittwoch auf einen Tarifvertrag geeinigt, der für die Lokführer außer einer Einmalzahlung von 800 Euro eine Einkommenserhöhung von elf Prozent in zwei Stufen vorsieht. Der Text sollte am Donnerstag weiter redaktionell ausgearbeitet werden.

Der Vertrag soll zum 1. März in Kraft treten. Voraussetzung ist allerdings der vorherige Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen allen drei Bahngewerkschaften. Dafür ist am Mittwoch nächster Woche ein Treffen vereinbart, nachdem bei einer Runde am Dienstag noch keine Verständigung erreicht worden war. Im Lauf des Tarifkonflikts waren mehrere Versuche für eine Kooperation der rivalisierenden Gewerkschaften gescheitert. Notwendig ist eine gewisse Abstimmung untereinander wegen eines vereinbarten neuen Tarifsystems. Unter dem Dach allgemeiner Regeln soll es künftig sechs Einzelverträge für Berufsgruppen geben. Jenen für die Lokführer soll die GDL eigenständig aushandeln.

Offen ist zudem, welchem der sechs Einzeltarifverträge die rund 2900 Lokrangierführer zugeordnet werden sollen, die auf Bahnhöfen Züge zusammenstellen. Keine Verständigung gibt es auch darüber, ob Tochtergesellschaften wie die DB Zeitarbeit in den Geltungsbereich des Lokführer-Tarifvertrages fallen, und wie neu eingestellte Lokführer eingestuft werden sollen.

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