Loveparade: Verteidiger gegen Anwesenheit möglicher Zeugen

Im Loveparade-Prozess haben die Verteidiger die Anwesenheit potenzieller Zeugen im Saal kritisiert. Mehrere der Zuschauer kämen als Zeugen in Betracht, rügten die Anwälte. Darunter war etwa die Sprecherin von Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller. Der Vorsitzende Richter Mario Plein erwiderte, bislang gebe es keine Zeugenladungen, er könne den Personen die Teilnahme daher nicht untersagen. Nach anhaltender Kritik unterbrach er aber die Sitzung, um das Problem mit der Strafkammer zu beraten.

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Düsseldorf

, 08.12.2017, 09:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trauerkerzen leuchten an der Gedenkstätte der Loveparade. Foto: Roland Weihrauch

Trauerkerzen leuchten an der Gedenkstätte der Loveparade. Foto: Roland Weihrauch

In dem Strafprozess müssen sich sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier des Veranstalters Lopavent wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Bei dem Unglück am 24. Juli 2010 waren in einem Gedränge am einzigen Zu- und Abgang der Technoparade in Duisburg 21 Menschen im Alter von 17 bis 38 Jahren erdrückt worden. Mindestens 652 wurden verletzt.