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21-Jähriger wegen Hehlerei schuldig gesprochen

Jugendschöffengericht

LÜNEN Der Hehlerei schuldig erkannte das Jugendschöffengericht einen 21-jährigen Lüner. Es ermahnte ihn und setzte zwei Wochen Dauerarrest gegen ihn fest.

von Von Heinrich Greve

, 13.04.2010
21-Jähriger wegen Hehlerei schuldig gesprochen

Am 28. März 2009 wurde der Angeklagte von seinem 16-jährigen Freund gebeten, für ihn Goldschmuck zu verkaufen, den dieser von seiner Oma „geerbt“ haben wollte. In Wirklichkeit hatte der 16-Jährige den Schmuck jedoch seiner Oma gestohlen, was er dem Angeklagten auch gesagt haben will. Mit einem anderen Freund begab sich der Angeklagte zu einer Gold- und Silberbörse und versetzte den Schmuck.  Der Angeklagte und sein Freund, mit dem er bei der Schmuckbörse war, behaupteten dafür 400  bis 500 Euro bekommen zu haben, der 16-jährige Dieb sprach von etwa 100 Euro.

Jedenfalls sah die Staatsanwältin durch das Verhalten des Angeklagten den Tatbestand der Hehlerei erfüllt.  Unter Rückstellung aller ihrer Bedenken, der Angeklagte ist bereits sechsmal vorbelastet, beantragte sie nochmals die Verhängung von Dauerarrest. Der Verteidiger sah in der Einlassung des Angeklagten und den Zeugenaussagen „Aussage gegen Aussage“ und forderte in erster Linie Freispruch für seinen Mandanten.  Das Gericht schloss sich letztendlich doch der Auffassung der Staatsanwältin an und verhängte den zweiwöchigen Dauerarrest, weil der Angeklagte bewusst den Verkauf von gestohlenem Schmuck vermittelt habe.