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227 Vierjährige brauchen Sprachförderung

LÜNEN Fast jeder fünfte Vierjährige in NRW hat zusätzlichen Sprachförderbedarf. In Lünen sind es mit 43,4 Prozent mehr als doppelt so viele Kinder. Das ergab die zweite Stufe der "Delfin 4-Tests".

von Beate Rottgardt

, 09.08.2007
227 Vierjährige brauchen Sprachförderung

Schulamtsdirektor Hermann Diekneite.

"Im Vergleich zur ersten Stufe ist der Bedarf an zusätzlicher Sprachförderung aber erheblich reduziert worden", so der zuständige Schulamtsdirektor Hermann Diekneite (Foto). Nach der ersten Stufe der Sprachstandserhebung bei den Kindern, die in zwei Jahren eingeschult werden sollen, hatte man noch bei 60,2 Prozent zusätzlichen Förderbedarf festgestellt.

Nicht erfasst

Noch sind 5,4 Prozent der Kinder, die in der zweiten Stufe getestet werden sollten, nicht erfasst. Diekneite: "Das liegt daran, dass Eltern sich nicht gemeldet haben, Kinder krank oder längere Zeit nicht am Wohnort waren." Es können sich also noch geringfügige Korrekturen ergeben.

Insgesamt sollten 869 Vierjährige in Lünen getestet werden. 779 Mädchen und Jungen (89,6 Prozent) nahmen an der ersten Stufe teil. Von ihnen wurden 433 (55,6 Prozent) zur Stufe 2 eingeladen, also mehr als die Hälfte. 90 Kinder hatten nicht an Stufe 1 teilgenommen. Insgesamt wurden also 523 Vierjährige zum zweiten Teil der Sprachstandserhebung eingeladen.

268 Kinder von den Teilnehmern an Stufe an, also 51,2 Prozent, brauchen nach den neuen Testergebnissen keine zusätzliche Sprachförderung. Bei immerhin 227 Kindern (43,4 Prozent) wird laut Testergebnis eine zusätzliche Sprachförderung für notwendig erachtet, damit sie in zwei Jahren bei der Einschulung nicht ins Hintertreffen geraten. Bei 28 Kindern ist die Entscheidung aus unterschiedlichen Gründen noch offen.

Von den 227 Kindern, bei denen das Sprachvermögen gefördert werden soll, besuchen 211 (93 Prozent) einen Kindergarten. Nur 16 werden nicht in einer Kindertageseinrichtung betreut.

 

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