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30 KW-Photovoltaikanlage geht ans Netz

LÜNEN Als Hans-Ulrich Strunk 1992 die erste Fotovoltaikanlage im Ortsteil Horstmar installierte, wurde er noch ziemlich belächelt. Inzwischen sind auf vielen Dächern Sonnenstromanlagen von seiner Firma gebaut worden und in Betrieb gegangen. Jetzt konnte in der Frydagstraße in Lippholthausen seine jüngste und größte Einheit ans Netz gehen.

von Von Günther Goldstein

, 19.12.2007
30 KW-Photovoltaikanlage geht ans Netz

Auf dem Dach produziert die neue Fotovoltaikanlage jetzt 30 KW Strom aus Sonnenenergie, während unter dem Dach die Maschinen der Firma EVR alte stromfressende Elektrogeräte zerlegen und recyceln.

Thomas Runte, der technische Leiter der Strunk Elektro und Technik, stellte heute morgen die 30 KW Anlage vor. Sie setzt sich aus 147 Plattenelementen zusammen und befindet sich auf dem Dach einer 700 m² großen Werkhalle. Damit ist sie noch um 5 KW größer, als die Einheit, die schon seit Jahren auf dem Firmensitz am Gahmener Kamp installiert ist.

Es sind Grenzen gesetzt

Ob die modernsten Fotovoltaikplatten in der Frydagstraße das liefern was ihr Hersteller verspricht, muss sich noch zeigen. Aber die zu erwartende Strommenge wird nicht im entferntesten reichen, um die Anlagen zu betreiben, die unter dem Dach in Betrieb sind. Dort werden alte Elektrogeräte recycelt, ihre Bestandteile separiert und aufbereitet. "Das zeigt uns die Grenzen bei der Bilanz von Strommengen auf, die aus erneuerbarer Energie gewonnen werden können", sagt Thomas Runte.

Störungsfreies Blockheizkraftwerk

Deshalb verweist der Elektrofachmann auch auf weiteres Produkt aus dem Hause Strunk, mit dem wesentlich mehr Effizienz zu erreichen sei. Seit neun Jahren läuft ein Blockheizkraftwerk (BHKW) störungsfrei, das er mit seinen Mitarbeitern entwickelt und für eine Siedlung des Bauvereins "An der Kohlenbahn" in Horstmar gebaut hat.

Wirkungsgrad von über 90 Prozent

Diese dezentrale Einheit liefert 50 KW elektrischen Strom und die Heizungswärme für insgesamt 66 Wohneinheiten. "Da liegen wir mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent gut im Rennen", stellt Thomas Runte zufrieden fest. "In solchen Anlagen lassen sich mit Blick auf die Energiebilanz super Ergebnisse erreichen. Sie müssten in Zukunft sehr viel mehr zum Einsatz kommen."

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