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ARGE hält an Umzugsplänen fest

LÜNEN Auch wenn die Betreuung von Langzeitarbeitslosen neu organisiert werden muss: an den Umzugsplänen für die bislang zuständige Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna (ARGE) sollte das nichts ändern. Diese Meinung vertritt ARGE-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep.

von Von Peter Fiedler

, 30.12.2007
ARGE hält an Umzugsplänen fest

ARGE-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep.

„Da, wo wir unter einem Dach untergebracht sind, läuft es einfach besser“, erklärte er auf Anfrage. Wie berichtet, sollen nach einem Beschluss des ARGE-Lenkungsausschusses vom August 2007 die bislang auf drei Standorte in Lünen verteilten ARGE-Beschäftigten etwa bis Mitte 2008 in das Gebäude der Agentur für Arbeit am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) umziehen. Die Agentur wiederum soll sich nach anderen Räumen umsehen.

Entscheidung des Verfassungsgerichtes

Vor wenigen Tagen allerdings entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die doppelte Zuständigkeit von Bund und kommunalen Trägern in den Arbeitsgemeinschaften gegen das Grundgesetz verstoße und gab dem Gesetzgeber auf, die Betreuung von Hartz IV-Empfängern bis Ende 2010 neu zu organisieren. Das bedeutet das Ende der ARGE in ihrer jetzigen Form.

Umzug macht trotzdem Sinn

Den Umzug auch vor diesem Hintergrund durchzuziehen, macht für Ringelsiep trotzdem Sinn: „Der 2005 geschlossene Vertrag zur ARGE-Gründung läuft ohnehin zunächst nur bis 2010. Drei Jahre habe wir hinter uns, drei Jahre noch vor der Brust, daher fände ich es fragwürdig zu sagen, wir warten in Lünen jetzt noch einmal drei Jahre ab.“

Neue Räume erst kürzlich bezogen

Jüngst erst hätten in Unna und Bergkamen die ARGE-Mitarbeiter neue Räumlichkeiten bezogen. Es gebe keinen Grund, warum sie das in Lünen, der größten Stadt des Kreises mit nach wie vor hoher Arbeitslosigkeit und den meisten Betroffenen, nicht auch tun sollten. Ein Standort anstelle von dreien würde die Arbeitsorganisation verbessern und den Kunden Laufereien ersparen, ist sich Ringelsiep sicher.

Zehn Stellen weniger

Die Zahl der rund 100 unter einem Dach unterzubringenden ARGE-Mitarbeiter wird sich allerdings leicht vermindern. Der neue Stellenplan der ARGE sieht, kreisweit allerdings, eine Reduzierung um zehn Stellen vor, weil vor dem Hintergrund sinkender Arbeitslosigkeit auch die Fallzahlen zurück gegangen sind. Jetzt, so Ringelsiep, müsse gerechnet werden, an welchen ARGE-Standorten im Kreis Unna wie viele Stellen gestrichen werden.

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