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Abschied mit Tränen in den Augen

HORSTMAR Mit einem bewegenden Entwidmungsgottesdienst nahm die Kirchengemeinde Horstmar heute Abschied von ihrem alten Gemeindehaus in Niederaden an der Gräfte. Einige Gemeindeglieder hatten Tränen in den Augen, als Pfarrer Wolfgang Möller am Ende des Gottesdienstes das Kreuz von der Wand und aus dem Gemeindhaus auszog.

von Von Volker Beuckelmann

, 30.12.2007
Abschied mit Tränen in den Augen

Kruzifix und Bibel aus Niederaden werden in der Christuskirche als bleibende Erinnerung ihren Platz finden.

Hinter ihm schritten Erni Möller mit der Taufschale, Gertrud Gunia mit der Bibel und August-Wilhelm Meier mit dem Kelch. „Wo ein Abschied ist, ist immer auch eine neue Herberge“, sagte Pfarrer Möller. Mit Blick darauf, dass im Gemeindehaus Niederaden nur zwei Mal monatlich Gottesdienste angeboten wurden, betonte er, dass sich das gottesdienstliche Angebot nun vergrößern werde. Wolfgang Möller: „Wir werden zum Gottesdienst nach Horstmar gehen.“ Offiziell begrüßt werden die Niederadener im Gottesdienst am Sonntag, 6. Januar, um 10.30 Uhr in der Christuskirche.

Pfarrer Möller fiel es schwer

Sichtlich schwer fiel es Pfarrer Möller, der am 1.1.1980 die zweite Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Horstmar angetreten hatte, das Gemeindehaus zu entwidmen. Zuversicht und Hoffnung strahlte er aus mit den Worten: „Wir sollten unsere Gefühle nicht unterdrücken und die Hoffnung übernehmen für die Zukunft. Wir gehen im Moment durch eine Wüste mit unseren Gefühlen und unseren Gedanken. Es folgt eine neue Perle der Zukunft, des Lebens. Mit der Aufgabe des Hauses ist kein Ende verbunden.“

"Heute ist ein trauriger Tag"

Superintendent Jürgen Lembke sprach aus dem Hebräer-Brief: „Wir haben hier keine bleibende Stadt. (…) Heute ist ein trauriger Tag.“ Lembke hob den Wandel in unserer Gesellschaft hervor und hoffte, dass die Gottesdienste in der Christuskirche von den Niederadenern besucht werden. „Vertraut den neuen Wegen“, diese Jahreslosung sang der Kirchenchor Horstmar unter Leitung von Wilfried Gunia.

Orgel und Klavier noch zu haben

Vor dem Gemeindehaus konnten sich die Gemeindeglieder von dem Kreuz, der Bibel, dem Taufbecken und den Abendmalsgeräten verabschieden. Für die elektrische Orgel und das alte Klavier werden noch Interessenten gesucht. Infos unter Tel. (0 23 06) 4 78 60.

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