Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Berufungsgericht gewährt Bewährung

LÜNEN Es war kein leichter Fall, den die Dortmunder Berufungsrichter heute zu entscheiden hatten. Es ging um das Schicksal eines 42-jährigen Lüners, der seine Frau geschlagen hat. Das Lüner Schöffengericht hatte den Mann vor einem Jahr zu fünf Monaten Haft verurteilt – ohne Bewährung. Doch diese Strafe wollte er auf keinen Fall akzeptieren.

von Von Jörn Hartwich

, 24.01.2008

Schon wieder ins Gefängnis? Dort hat er seiner Meinung nach schon viel zu viel Zeit verbracht. Die letzte Verurteilung stammt aus dem Jahr 2005. Es war dasselbe Jahr, in dem die Beziehung zu seiner Ehefrau in die Brüche ging. Und er sich immer weniger unter Kontrolle hatte. Heute sei aber wieder alles besser. Was auch seine Frau bestätigte, mit der er zwei Kinder hat: „Wir verstehen uns wieder gut“, sagte die 47-Jährige im Zeugenstand. Ob sie aus heutiger Sicht überhaupt eine Bestrafung wünsche? Antwort: „Nein. Ich will nur, dass er vernünftig bleibt und sich um die Kinder kümmert.“

Wüste Auseinandersetzung

Denn das war längst nicht immer der Fall. Im aktuellen Prozess ging es um einen nächtlichen Besuch aus Oktober 2005. Damals war der Angeklagte mit dem Fahrrad an der Lüner Wohnung seiner Noch-Ehefrau aufgetaucht. Fest steht, dass es auf der Straße zu einer wüsten Auseinandersetzung gekommen ist. Dort hat er seine Frau geschlagen. Da sich die Eheleute nun aber wieder vertragen haben, stellten die Richter dem Angeklagten jetzt doch eine gute Zukunftsprognose. Konsequenz: Die fünf Monate Gefängnis wurden in fünf Monate Haft auf Bewährung umgewandelt. 

Lesen Sie jetzt