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"Blitzer" in Lünen bald noch öfter unterwegs

Bürgerinfo zum Haushalt

LÜNEN Auf Lüner Straßen wird es künfig noch häufiger als bisher "blitzen": Die Stadt will ihre Geschwindigkeitskontrollen verstärken. Das kündigte Kämmerer Hans-Georg Schlienkamp während der Bürgerinformation zur Haushaltslage Donnerstagabend im Rathaus an

von Von Peter Fiedler

, 30.04.2010
"Blitzer" in Lünen bald noch öfter unterwegs

Weil die Stadt so viele Tempo 30-Zonen habe, so die offizielle Begründung, solle im Interesse der Verkehrssicherheit mehr kontrolliert werden. "Und nebenbei freut sich auch der Kämmerer", sagte Schlienkamp, denn die Stadt will mehr Geld einnehmen.

Auf der anderen Seite soll die personalintensive Kontrolle des ruhenden Verkehrs gedrosselt werden, da die Verwaltung insgesamt vor einem erheblichen Personalabbau steht: 50 Stellen sollen bis 2014 entfallen, 4 von angestrebten 14 Millionen Euro allein im Personalbereich eingespart werden.

Wenig Interesse an Bürgerinfo Die Informationsveranstaltung der Stadt war nur mäßig besucht: Rund 45 Menschen kamen, davon ca. ein Drittel "Profis" aus Politik und Verwaltung.

Die Bürger erfuhren, was im Prinzip schon seit Wochen öffentlich bekannt ist. Der Stadt steht finanziell das Wasser bis zum Hals, ein Nothaushalt kann, wenn überhaupt, nur mit erneuten Sparanstrengungen abgewendet werden.

Auf die Bürger kommen mit ziemlicher Sicherheit höhere Grundsteuern zu, wahrscheinlich auch höhere Hundesteuern und höhere Kita-Gebühren.

Kämmerer Schlienkamp stimmte darauf ein, dass es aufgrund der Bevölkerungsentwicklung mittelfristig zur Schließung weiterer Schulen und Sportstätten kommen wird - und dass sich die Dienstleistungsqualität der Verwaltung für ihre Bürger spürbar verschlechtert. Das sei die unabwendbare Folge aus dem vorgesehenen Abbau von 50 Stellen.

Formell entschieden ist noch nichts: Der Rat wird sich in Sitzungen am 6., 12. und 20. Mai mit dem Haushalt und dem Paket mit insgesamt 81 Sparmaßnahmen befassen.

Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick lud alle interessierten Bürger ein, die Sitzungen zu verfolgen.