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Das Gold der Platine

LÜNEN Die Norddeutsche Affinerie (NA) Hüttenwerke Kayser baut die Elektronikschrottverarbeitung in Lünen aus. Am Donnerstag nahm Europas führendes Kupferunternehmen eine neue Anlage zur Probennahme edelmetallhaltigen Schrotts in Betrieb.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 11.10.2007
Das Gold der Platine

Per Radlager wird das Material in die neue Elektronikschrott-Probennahmeanlage gebracht.

Dr. Michael Landau, Mitglied des NA-Vorstandes, würdigte die neue Anlage als weiteren Meilenstein in der Strategie, auch das Recycling moderner Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik zu forcieren. Die Weiterverarbeitung sei eine Stärke der NA.

Hochmodernes Verfahren

  Nach einem hochmodernen Verfahren werden in der Anlage Elektronikschrotte zerkleinert. Um die Edelmetallinhalte und letztlich deren Wert exakt bestimmen zu können, wird ein kleiner Teil für die Laboranalyse entnommen. Bei den derzeit hohen Preisen auf dem Metallmarkt, das Kilogramm Gold lag gestern bei 16 700 Euro, ist es durchaus entscheidend, wie viel Edelmetalle in einer Ladung Platinen enthalten sind. „Die Lieferanten wollen eine reellen Preis und die NA will nicht zu viel bezahlen“, erklärt Sprecher Dieter Birkholz.

Neue Lagerhalle

Die Elektrogeräte enthalten eine vielfältigen Materialmix. Das Recycling schont die natürlichen Ressourcen. „Kupfer ist zu 100% wiederverwendbar“, betont Hans-Gerhard Hoffmann, Geschäftsbereichsleiter Recycling. Die NA baute zusätzlich eine neue Lagerhalle und befestigte Lagerflächen. Eine Überdachung soll noch folgen. Der stellvertretende Bürgerrmeister Wilfried Weineck begrüßte, die Bereitschaft der NA, neben technischen Innovationsvorhaben und über das ursprüngliche Emmissionsminderungskonzept hinaus, weitere Investitionen in den Umweltschutz am Standort Lünen zu tätigen.

Insgesamt sechs Millionen Euro hat die Norddeutsche Affinerie investiert, fünf neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

 

          

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