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Dritte Mess-Station hat Nase im Wind

LÜNEN Jetzt hat auch die dritte Messstation Lünens ihren Fühler im Wind. Installiert auf dem Parkplatz hinter dem Kreisgesundheitsamt an der Viktoriastraße, soll das „Digitel-Feldmessgerät“ in der Umgebung der Hüttenwerke Kayser die Inhaltsstoffe des Feinstaubs ermitteln.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 11.01.2008
Dritte Mess-Station hat Nase im Wind

Auf dem Parkplatz des Kreis-Gesundheitsamtes an der Viktoriastraße steht die dritte Messstation Lünens.

Dabei interessieren vor allem mögliche Schwermetalle. Die Messeinheit ist recht unscheinbar: ein kleiner Kasten samt Rüssel. Salopp formuliert wirkt sie aufgrund ihrer modifizierten Technik eher wie eine kleine Schwester der bereits bestehenden Anlagen in Alstedde und Niederaden. Das Gerät zieht große Volumen von Luft ein und sammelt Stäube auf einem Handteller großen Filter, der automatisch täglich von einem Kassettenstapel gewechselt wird. Ein Profi des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) bringt die Filter alle 14 Tage in speziellen Transportboxen von Lünen ins Lanuv-Labor nach Essen.

Vorerst gibt es kein Online-Ergebnisse

Dort wird gewogen, getrocknet und gemessen. „Bis zur Analyse brauchen die Vorgänge über eine Woche“, erklärt Dr. Klaus Vogt, Mitarbeiter im Luftqualitätsmessnetz NRW des Lanuv. Ohnehin rechnet er mit ersten auswertbaren Daten nicht vor drei Monaten. Da ein einzelner Wert nicht aussagekräftig sei, stellt das Lanuv eine Jahresmittelwertbetrachtung an. Daher gebe es keine täglichen Online-Ergebnisse wie bei den anderen Stationen.

Standort ist sorgfältig ausgesucht

Der Standort für das von der Stadt Lünen beantragte Feldmessgerät sei sorgfältig ausgesucht worden, gemäß der EU-Luftqualitätsrichtlinie. Die Windrichtung spielte eine Rolle, die Station sollte nicht unweit der NA-Abluftwärme stehen. Auch die Nähe zur Eisenbahnlinie wäre ungünstig, weil der aufgewirbelte Abrieb der Eisenbahnschienen das Ergebnis verfälschen könnte.

Messungen sind zeitlich begrenzt

Außerdem sollte sich der Standort in einem Wohngebiet befinden. Die Messungen sind zeitlich auf ein Jahr begrenzt. „Wenn wir nach einem halben Jahr keine Belastung feststellen, dann bauen wir auch eher wieder ab“, sagt Dr. Vogt.

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