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Eine Doppelstunde Geschichte der besonderen Art

LÜNEN Davon dürfte wohl jeder Lehrer träumen: Eine Geschichts-Doppelstunde abzuhalten, zu der alle pünktlich kommen, ganz still auf ihren Plätzen sitzen, immer wieder Applaus spenden und ihn am Schluss nur nach einigen Zugaben aus der Klasse entlassen.

von Von Günther Goldstein

, 07.10.2007
Eine Doppelstunde Geschichte der besonderen Art

Nur mit Zugaben konnte die Gruppe Celticneight die Bühne im Hansesaal verlassen.

Mit diesem Eindruck konnte man am Freitag Abend aus dem Hansesaal gehen, wenn man an der Geschichts-Spezialstunde von "Celtic night" teilgenommen hatte. Der Unterrichtsstoff bestand ausschließlich aus einem tragischen Ereignis der europäischen Vergangenheit, und die Zuhörer hatten sich nur eine Jahreszahl zu merken: "Es ereignete sich vor rund 260 Jahren in England . . .".  Dmit begann Uwe Schumacher seinen Exkurs in ein düsteres Kapitel der englischen Geschichte. Es war dies der letzte Versuch des Hauses Stuart, die englische Krone zurück zu gewinnen. Es waren die tragischen Ereignisse um Bonnie Prince Charlie und die Jakobiter und das gnadenlose Handeln des Hauses Hannover um den englischen Thron.

Mitreißende Musik

Was diese Geschichtsstunde so mitreißend und eindrucksvoll machte, war aber nicht nur die lebhafte Erzählung, sondern die Musik, die herzzerreißend, melancholisch, lästerlich und zutiefst traurig vom Ende der schottischen Highland Clans bis zu ihrer Vernichtung auf dem Schlachtfeld von Culloden bei Inverness kündete. Was den gut 150 Lüner "Schülern" nicht so recht gelingen wollte, war, der Aufforderung der excellenten Musiker nachzukommen, zum Ende mit einzustimmen. Dafür sparten sie nicht mit Applaus und ließen die Künstler erst nach Zugaben gehen.

  

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