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Falscher Ehrgeiz wird teuer

ALSTEDDE "Ich habe noch nie einen von der Pflegeversicherung gesehen, der Beratung in Sachen Pflegeversicherung übernimmt". Willi Conrad, nahm als Pflegesachverständiger kein Blatt vor den Mund.

von Von Volker Beuckelmann

, 24.10.2007
Falscher Ehrgeiz wird teuer

<p>Willi Conrad klärte auf.</p>

Am Dienstag referierte er bei einem Informationsabend im "Hansa Krug". Eingeladen hatte der SPD-Ortsverein Lünen-Altlünen. "Es ist und bleibt eine Teilkaskoversicherung", sagte Willi Conrad und kritisierte, dass die Beratung rund um die Pflege zu kurz kommen würde.

Wie groß der Aufklärungsbedarf ist, zeigten die vielen Detailfragen und die lebhafte Diskussion. Ohne Antrag und Nachweis geschehe nichts. Wann liegt Pflegebedürftigkeit vor? "Man muss nachweisen, dass für mindestens sechs Monate die Aktivitäten des Lebens alleine nicht wiederhergestellt oder verbessert werden können", erklärte Willi Conrad.

    Wer bei der Körperpflege, Ernährung und bei der Mobilität (An- und Auskleiden, Gehen oder Stehen) sowie bei der hauswirtschaftlichen Versorgung der Hilfe bedarf, kann einen Antrag bei der Pflegekasse stellen.

Ob und wenn ja welche Pflegestufe gilt, wird bei einer rund halbstündigen Begutachtung festgestellt. Da manche Senioren hier aus Stolz ihre "letzten Kräfte" mobilisieren würden, könnten Gutachter dann zu falschen Einstufungen kommen, erläuterte der Pflegeexperte.

Pflegestufe I bedeutet monatlich 205 Euro

Wer einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause pflegt, erhält in der Pflegestufe I monatlich 205 Euro. In Stufe II sind es 409 und in der III. 665 Euro.

Breit diskutiert wurden Pflege im Seniorenheim sowie Alternativen. Kleinteilige quartiersbezogene Wohngemeinschaften für bis zu zehn Personen kristallisierten sich als zukunftsfähige und kostengünstige Lösungen heraus.

"Das ist aus unserer Sicht der richtige Schritt", sagte Ortsvereinsvorsitzender Rüdiger Billeb. Zudem wies er auf die Erhöhung der ambulanten Pflegesätze im Rahmen der Pflegereform von 2008 bis 2010 hin.

  

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