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Faulbrut? Nein, danke

LÜNEN Während im Kreis Recklinghausen bereits ein Sperrbezirk eingerichtet wird, ist die für Bienen tödliche Faulbrut in Lünen noch nicht akut.

von Von Günther Goldstein

, 24.08.2007
Faulbrut? Nein, danke

Paul Reher, Vorsitzender des Imkervereins Lünen, mit seinen Bienenstöcken zu Hause im Garten.

"In Lünen haben wir zurzeit keine Probleme mit der bösartigen Faulbrut-Krankheit bei unseren Bienen". Das sagt Paul Reher.

Und der muss es wissen, denn er ist nicht nur der Vorsitzende der 23 im Lüner Imkerbund vereinigten Züchter, sondern auch ausgebildeter Bienen-Sachverständiger.

Billiger Honig verfüttert

"Diese üble Krankheit tritt bei den Bienenvölkern immer wieder auf. Sie wird meistens dadurch ausgelöst, dass billiger ausländischer Honig verfüttert wird oder die Bienen in Glascontainern naschen gehen, in denen sie Honiggläser mit Resten finden, die mit Keimen der Faulbrut durchsetzt sind". Tritt diese Krankheit dennoch auf, so wie jetzt im Kreis Recklinghausen, wird ein Sperrbezirk eingerichtet.

Der betroffene Imker darf seine Völker nicht mehr transportieren. In der Regel müssen die Tiere abgetötet werden und ihre Kisten werden verbrannt.

Andere Sorgen

Paul Reher (63), der mit seinem Sohn Thomas (40) gemeinsam über 20 Bienenvölker in seinem Garten, im Krankenhauspark und in der Schlossgärtnerei Cappenberg stationiert hat, macht sich aber andere Sorgen über die Honiglieferanten.

"Das Wetter war nicht gut zu ihnen in diesem Jahr und die Saison sehr kurz", schildert der Vorsitzende der Lüner Imker die Situation. "Die Honigernte war um den 20. Juli viel zu früh und die Bienen haben seitdem Hunger.

Fütterung wichtig

Sie müssen jetzt gefüttert werden, und da geht für einen Stock, in dem 40 000-70 000 Bienen leben, 12 bis 15 Kilo Zuckerteig oder Sirup drauf. Und bei der Fütterung muss man aufpassen, dass unter den Völkern keine Räubereien vorkommen. Deshalb passiert das immer in den Abendstunden".

Mit der durchschnittlichen Ernte sind die Lüner Imker dennoch nicht unzufrieden, angesichts der Wetterkapriolen. Probleme haben sie eher mit dem schleppenden Absatz vor Ort.

Hohe Qualität

"Wir Imker bieten Honig von hoher Qualität und nur aus eigener Produktion. Meine Bienen liefern die "Geschmacksrichtungen Raps, Obstblüten, Linden, Sommerblüten und Waldhonig".

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