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Firma Profoam schließt nächstes Jahr

LÜNEN Die Profoam Schaumstoffverarbeitung GmbH wird Mitte nächsten Jahres den Betrieb an der Kupferstraße schließen. 70 Mitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die bittere Nachricht erreichte die Belegschaft in dieser Woche.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 14.12.2007
Firma Profoam schließt nächstes Jahr

Die Firma Profoam an der Kupferstraße stellt den Betrieb ein.

„Wir sind im Dialog über einen Sozialplan und Interessenausgleich“, sagt Josef Schmied, Geschäftführer der Profoam Lünen und der Muttergesellschaft Eurofoam Deutschland. Ganz unverhofft sei der Schließungsbeschluss nicht gekommen. Bereits in den letzten fünf Jahren habe der Konfektionsbetrieb von Schaumstoffen für die Polstermöbelindustrie schlechte wirtschaftliche Ergebnisse erzielt. In diesem Jahr seien die Verluste besonders hoch.

"Jetzt sehen wir keine Chance mehr"

Die Entwicklung begann nach Aussage Schmieds mit der Öffnung nach Osteuropa. Inzwischen verarbeite die Polstermöbelindustrie fast ausschließlich Importprodukte aus den östlichen Ländern. „Wir haben es lange probiert und auch länger als üblich das Ok der Gesellschafter bekommen. Doch jetzt sehen wir keine Chance mehr, ein Werk von der Größe Lünens weiter zu führen“, erklärt Schmied.

Schaumstoffe sind lohnintensives Produkt

Die Schaumstoffe seien ein lohnintensives Produkt und verursachten aufgrund ihres Volumens hohe Transportkosten. Sie werden in Blöcken nach Lünen geliefert und hier für die Industrie konfektioniert. Inzwischen gebe es nur noch wenige Polstermöbelfertigungen in Deutschland. Viele seien bereits nach Osteuropa verlagert worden.

Fairer Abschluss für Belegschaft angestrebt

Eine Chance, die Mitarbeiter in anderen Eurofoam-Werken unterzubringen, sieht Schmied nicht. Die nächste Niederlassung sei 500 Kilometer entfernt. „Es wird eine schwierige Zeit, aber ich bin zuversichtlich, dass es für die Belegschaft einen fairen Abschluss gibt“, so Schmied. Für das 17 000 Quadratmeter große Grundstück samt Gebäude interessiert sich momentan noch niemand. Die Proafam ist dort Mieter

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