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Für ein schöneres Brambauer

LÜNEN Die geplante Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) könnte neben der städtischen Planung zur Parallel-Instanz für ein schöneres und dynamischeres Brambauer werden. Diese Auffassung vertritt der Vorstand der Brami-Gemeinschaft der Kaufleute und Selbstständigen.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 28.12.2007
Für ein schöneres Brambauer

Einkaufstraße mit Entwicklungspotenzialen: Vor allem die großflächigen Gehwege auf der östlichen Straßenseite werden in der Studie der Uni-Dortmund als Plus gewertet.

Vorsitzender Michael Ristovitch („Wir werden wegen der ISG in Kürze Gespräche mit Stadt und IHK führen“) setzt auf eine entsprechende Gesetzesinitiative der Landesregierung, die mit solchen Gemeinschaften aus Gewerbetreibenden und Immobilienbesitzern vor Ort lokale Standort-Verbesserungen erreichen will.

Studie der Universität Dortmund

Handlungsgrundlage für eine mögliche Immobilien- und Standortgemeinschaft ist eine Studie der Universität Dortmund, die unserer Zeitung vorliegt. Darin haben Studenten für Raumplanung Stärken und Schwächen des innerörtlichen Einkaufzentrums an Waltroper Straße und Königsheide analysiert. So würde der breite Gehweg auf der östlichen Seite der Waltroper Straße „ein gutes Potenzial zum Aufenthalt bieten, das jedoch noch nicht ausgeschöpft ist.“

Handlungskonzept setzt Hoffnung

Auch der Kirchplatz von Herz-Jesu sei wie geschaffen für Aufenthalte, „da eine Kirche häufig ein wichtiger Ort im Leben der Menschen ist“, wie es in der Studie heißt. Ob allerdings mögliche Pfarrzentrums-Pläne der Kirchengemeinde solche Empfehlungen durchkreuzen werden, bleibt abzuwarten. Hoffnung setzt das Handlungskonzept auf das im Entstehen begriffene Projekt „Stadt macht Platz“. Dabei soll der Schulhof der Wittekindschule neu gestaltet und großzügig zu einer Zentrums- und Kommunikations-Oase aufgehübscht werden.

Sauberkeit ist ein wichtiger Faktor

Laut Studie der Uni Dortmund sei das Thema Sauberkeit für das Wohlbefinden im öffentlichen Raum ein wichtiger Faktor. Im Geschäftszentrum an der Waltroper Straße gebe es bereits verschiedene Ansätze. Hier sei an den Brami-Vorstoß gegen Hundekot und die dafür bereitgestellten Automaten mit Papiertüten erinnert. Negativ listet die Studie den Schmuddellook vieler renovierungsbedürftiger Fassaden auf. Auch Schmutz und Graffities seien dem Gesamtbild abträglich.

Lob und Tadel

Die Bepflanzung durch Blumenkübel an der Waltroper Straße, von Privathand aufgestellt, sei dagegen positiv zu benoten, sie würde eine Bereicherung darstellen. Die Dominanz der im Gründerstil sehenswert gebliebenen Wohn- und Geschäftshäuser entlang der Waltroper Straße schneidet im Handlunskonzept der Uni Dortmund hervorragend ab: „Zu einem angenehmen Ambiente im Geschäftszentrum trägt der Fassadenstil vieler Gebäude bei, die im Gründerstil gehalten sind. Hinzukommen Details, wie das Design der Straßenlaternen. Zu betonen ist die hohe Qualität der Gehwegpflasterung, die beinahe untypisch für ein Stadtteilzentrum ist.“ Die Bramis hoffen bei der Gründung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft auf Rückenwind vom Land. Fördergelder, die ein ISG-Management finanzieren könnten, stehen auf der Wunschliste ganz oben

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