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Gesetz sorgt für Verunsicherung

LÜNEN Eine Reihe Unsicherheiten finanzieller Natur und viele weitere offene Fragen sieht die Verwaltung zum aktuellen Stand des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). Längst formiert sich auch Widerstand von Erzieherinnen und Eltern.

von Von Ludwig Overmann

, 28.08.2007
Gesetz sorgt für Verunsicherung

Mittagspause in der Kindertageseinrichtung Florian.

  Der Jugendhilfeausschuss unter dem Vorsitz von SPD-Ratsherr Achim Schwarz befasst sich in seiner Sitzung am Dienstag, 4.9. (16.30 Uhr Ogata Leoschule, Hubertusstr. 3) mit dem Gesetzentwurf der Landesregierung zur frühen Bildung und Förderung von Kindern. Die Politiker sind zur Kenntnisnahme der Verwaltungseinschätzung zu den ministerialen Plänen aufgefordert.

Herausforderungen gerecht werden

Die Landesregierung hat die Absicht, ein "modernes Gesetz" zu verabschieden, "das sowohl den hohen Anforderungen an eine bestmögliche frühkindliche Förderung für jedes Kind, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf angesichts der Veränderungen in der Familie und Arbeitswelt als auch den pädagogischen und finanziellen Herausforderungen gerecht wird."

Sprachförderung

So soll die Sprachförderung ebenso intensiviert werden wie die Zusammenarbeit mit der Schule, die Betreuung unter der unter Dreijährigen ausgebaut, die integrative Betreuung abgesichert, der Gesundheitsschutz gestärkt, die Finanzierungsstruktur durch Pauschalen übersichtlich gestaltet werden.

Pauschalen

Die Landesregierung will die Finanzierung der Einrichtung auf sog. Kindpauschalen umstellen mit drei Gruppentypen; diese Pauschalen sollen grundsätzlich sämtliche Kosten der Einrichtungen abdecken.

Die Öffnungszeiten sind 25, 35 und 45 Stunden, Gegner des Gesetzes befürchten vor allem höhere Beiträge für die Eltern, da die vorgegebene Quote an der Gesamtfinanzierung der Kosten der Einrichtung von 19 % auf der Basis des Rechnungsergebnisses 2006 z.B. nicht erreicht wird. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Höhe des Elternbeitrags die Stundenbuchung entscheidend beeinflussen wird.

Probleme

Für das Personal bedeutet dies: Unsicherheit in der Planung. Was die pädagogische Arbeit betrifft, so sehen Erzieherinnen Probleme z.B. bei der altersgemischten Gruppe: Die Erfahrung zeigt, dass die älteren und die jüngeren Kinder bisher bestens voneinander lernen.

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