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"Gesundheitsminister" Karnath

LÜNEN Im Rathaus wird er schon scherzhaft Gesundheitsminister genannt. Doch der Hintergrund ist ernster Natur: Thomas Karnath kümmert sich um die betriebliche Gesundheitsförderung im „Konzern Stadt Lünen“. Ein Novum in der Verwaltung.

von Von Peter Fiedler

, 17.01.2008
"Gesundheitsminister" Karnath

Gesundheitsförderung als Aufgabe: Thomas Karnath.

Die zunächst für ein Jahr befristete Stelle geht auf die Vorschläge von Unternehmensberater Michael Mutter zurück. Der hatte ein Sparpotenzial von 600 000 Euro errechnet, falls es der Stadt gelingen sollte, den Krankenstand durch aktive Gesundheitsförderung deutlich zu senken.

Gesundheitsförderung betrifft jedes Unternehmen

„Die Zahl war vielleicht ein bisschen illusorisch“, meint Karnath, der die Latte lieber etwas tiefer legen und das Thema grundsätzlich angehen möchte: „Gesundheitsförderung betrifft eigentlich jedes Unternehmen. Die Menschen werden immer älter und die Zeiten, wo man in Rente gehen kann, werden immer weiter nach hinten gestreckt. Da muss es im Interesse jeden Arbeitgebers und Arbeitnehmers liegen, etwas für die Gesundheit zu tun.“

Analyse steht bevor

Nur was? Dies zu ermitteln, sieht Karnath als eine seiner wichtigsten Aufgaben der nächsten Wochen: „Ich werde natürlich den Krankenstand und die Krankendaten analysieren. Eine Häufung bestimmter Krankheiten könnte zum Beispiel darauf hindeuten, dass etwas mit dem Arbeitsumfeld oder dem Arbeitsklima nicht stimmt.“ Daraus könnte sich dann konkreter Handlungsbedarf für den 48-Jährigen ergeben.

 Netzwerk organisieren

Ob die Stadt in Zukunft selbst Gesundheitskurse oder andere Maßnahmen anbieten wird, steht laut Karnath noch nicht fest. Als persönliche Vision schwebt ihm vor, ein Netzwerk aller Arbeitgeber zu organisieren, die vor Ort aktive Gesundheitsförderung betreiben. Auch mit Krankenkassen steht er in Gesprächen.

Ideen umsetzen

Karnath ist überzeugt, dass es richtig und wichtig war, die neue Stelle mit einem Mitarbeiter zu besetzen, „der die Verwaltung aus dem Eff eff kennt“. Er selbst war neun Jahre als Personalrat tätig, bevor er sich als „Gesundheitsminister“ bewarb. „Bei Fortbildungsveranstaltungen bin ich mit dem Thema konfrontiert worden. Jetzt reizt es mich, eigene Ideen umzusetzen“, freut er sich auf die Aufgabe, die er mit Management-Methoden angehen möchte

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