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Heimspiel - Unterwegs mit Uwe Höhn in Alstedde

Auf Streife

LÜNEN Bezirksbeamte der Polizei sitzen nicht im Streifenwagen oder auf der Wache. Sie laufen durch die Straßen, suchen den Kontakt zu den Bürgern. Zehn Bezirksbeamte tun in zehn Bezirken ihren Dienst. In loser Reihenfolge begleiten wir einen von ihnen und nehmen seine Arbeit zu Protokoll. Heute: Polizeihauptkommissar Uwe Höhn.

von Von Wiebke Plöger

, 01.04.2010

„In Alstedde kenne ich die Achtjährigen und die 80-Jährigen. Und die meisten duze ich“, erzählt Uwe Höhn über sein Revier. Kein Wunder, denn der Bezirksbeamte ist ein Alstedder Kind.

10.03 Uhr, Merschstraße: „Für viele sieht es so aus, als ob der Uwe ein bisschen mit dem Fahrrad durch Alstedde fährt“, erzählt der 52-Jährige, „dabei umfasst der Bezirksdienst eine große Bandbreite an Tätigkeiten.“ Der Polizeihauptkommissar sitzt vor seinem Computer, startet eine Abfrage. 18 Haftbefehle muss er noch bearbeiten. „Von manchen in dieser Liste habe ich schon die Handynummern“, sagt er schmunzelnd. Seit ungefähr eineinhalb Jahren bearbeiten die Bezirksbeamten auch Haftbefehle. „Die nehmen viel Zeit in Anspruch“, berichtet Höhn, „allein ein Haftbefehl hat zehn verschiedene Vorgänge, plus Aktenzeichen.“10.19 Uhr, Borker Straße: Der Polizeihauptkommissar fährt langsam an einem Haus vorbei. „Hier bin ich schon zehn Mal gewesen und habe niemanden angetroffen“, erzählt er, „die Rollläden sind immer noch halb unten.“ Der Polizist steuert ein Fahrradgeschäft an. „Ich erkundige mich mal beim Vermieter, ob der was weiß.“ Der Vermieter weiß nichts, Höhn muss weiter abwarten.10.37 Uhr, Albert-Schweitzer-Straße: Mit den Entlasskindern der Kindergärten führt Uwe Höhn drei Übungseinheiten im Straßenverkehr durch. „Wir üben, wie man richtig die Straße überquert“, erklärt er, „die Eltern müssen ihre Kinder bei dem Training begleiten, denn sie müssen später mit ihnen weiter üben.“ Im Kindergarten Haus der Racker spricht der Bezirksbeamte Termine mit der Leiterin Ute Fleischmann ab. „Wollen Sie schon um neun kommen? Dann können Sie noch mit frühstücken“, schlägt Fleischmann vor. Höhn nimmt das Angebot erfreut an. Gut aufpassen10.56 Uhr, Im Drubbel: Der Bezirksbeamte trifft auf zwei ballspielende Jungen. „Hallo Uwe“, rufen sie rüber. „Hi Jungs“, ruft er zurück. „Wenn ich mal groß bin, will ich auch Polizist werden“, teilt der eine mit. Höhn schmunzelt und rät: „Dann pass immer gut in der Schule auf!“11.01 Uhr, Alstedder Straße: In Richtung Lünen hält der Bezirksbeamte auf dem rechten Bürgersteig eine entgegen kommende Radfahrerin an. „Wissen Sie warum ich Sie anhalte“, fragt er ernst. Die Frau schüttelt mit dem Kopf. „Sie fahren auf der falschen Seite“, klärt er auf. Auf der anderen Straßenseite sei der Weg für Radfahrer in beide Richtungen frei gegeben, doch auf dieser gelte das nicht. Die Radfahrerin wechselt die Seite.11.22 Uhr, Alstedder Straße: Uwe Höhn öffnet die Tür zum Hansa-Krug. „Mensch Uwe“, wird er begrüßt. Alle paar Wochen tauscht sich der Polizist dort mit dem Alstedder Kern aus. „Was gibt‘s Neues im Dorf“, fragt er. Schulterzucken. Gibt nichts Neues, alles ruhig. „Das ist schön“, findet der Bezirksbeamte und bestellt sich einen Kaffee. ZUR PERSON:

  • Polizeihauptkommissar Uwe Höhn, 52 Jahre, verheiratet, drei Kinder. „Mein ältester Sohn ist auch bei der Polizei. Der hat sein Büro den Gang runter“, erzählt der Bezirksbeamte.
  • Sein Bezirk: Alstedde.
  • Bei der Polizei seit 1975, seit ungefähr neun Jahren Bezirksbeamter: „Kann gar nicht so genau sagen, seit wann ich im Bezirksdienst bin.“
  • Hobby: Fußball.
  • Erreichbar unter Tel. 76 52 31 53 oder per Mail: Uwe.Hoehn@polizei.nrw.de.