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Keine Bewährung für kleine Diebstähle in großer Anzahl

Schöffengerichts-Urteil

LÜNEN Mit der Geduld des Schöffengerichts hatte es ein Ende. Das Gericht verurteilte einen bisher nicht weniger als 19-mal vorbestraften 33-jährigen Lüner wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten. Eine Strafaussetzung zur Bewährung kam nicht mehr infrage.

von Von Heinz Grewe

, 30.04.2010
Keine Bewährung für kleine Diebstähle in großer Anzahl

Wie ein roter Faden ziehen sich Diebstähle durch das Leben des studierten Betriebswirtes. Warum und weshalb es bei ihm immer wieder zu Diebstählen, meist in geringen Mengen, kommt, konnte der Angeklagte dem Gericht nicht erklären. Diesmal waren es Alkohol und Zigaretten, an denen sich der Angeklagte bereichern wollte. Zunächst mehrere Flaschen Wodka im Wert von 26,28 Euro, später sechs Flaschen Whiskey im Wert von 53,94 Euro unmittelbar danach vier Schachteln Zigaretten im Wert von 34,32 Euro. Zu erklären versuchte das Angeklagte vor Gericht die Diebstähle mit finanziellen Schwierigkeiten und Problemen nach der Trennung von seiner damaligen Lebensgefährtin. Alkohol und Zigaretten wollte er angeblich an Kiosken zu Geld machen. In seiner Urteilsbegründung bezeichnete der Gerichtsvorsitzende, Richter Jan Knappmann, den Angeklagten als Bewährungsversager, die Hintergründe seiner Diebstähle unbekannt, die Rückfallgeschwindigkeit „atemberaubend“, weshalb nur noch eine spürbare Freiheitsstrafe infrage komme.