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Kinder auf Verbrecherjagd

LÜNEN Gänsehautstimmung herrschte Freitag in der Stadtbücherei. Kinder gingen auf spannende Verbrecherjagd, Erwachsene konnten einem echten Polizeihauptkommissar über die Schulter schauen.

von Von Volker Beuckelmann

, 29.10.2007
Kinder auf Verbrecherjagd

Detektiv Paul Nasenstöber (l.) vom Dortmunder Improvisationstheater „Ruhrknall“ löste bei der Nacht der Bibliotheken mit Kindern einen spannenden Krimi.

Rund 200 Besucher zählte die zweite „Nacht der Bibliotheken“. „1988, das war mein spektakulärster Bankraub, den ich erlebt habe“, sagt Gunther Wendt, Erster Polizeihauptkommissar aus dem Polizeipräsidium Dortmund.

Foto einer Überwachungskamera

Er zeigt ein Foto einer Überwachungskamera aus einer Bank. Zwei maskierte Täter, sie tragen Maschinenpistolen und Trenchcoats, überfallen ein Geldinstitut in Dortmund-Lichtendorf. Ihre Beute: 250 000 D-Mark. Es sind Serientäter, die von Bremen bis NRW Banken ausrauben und als die „MP-Bande“ bezeichnet werden. Kriminalistik live in der Stadtbücherei: Gunther Wendt gibt fast zwei Stunden einen interessanten Einblick in die Aufklärung des Falles: „Am Bus- und Bettag wurde einer der Täter aufgrund eines Hinweises in der Bevölkerung in einem Nobelhotel gefasst. Er hatte keinen festen Wohnsitz.“

"Ich glaube, ihr werdet ohnmächtig"

Auch für Kinder gab es Spannendes bei der Nacht der Bibliotheken. „Ich glaube, ihr werdet ohnmächtig“, so die Krimiautorin Sunflower. Sie liest aus ihrem Manuskript und sagt: „Es war später Abend, Eulen heulen. Ein starker Wind weht um die Häuserblocks. Dieses Säuseln bedeutet nichts Gutes.“ Die Lesung verwandelt sich vor den Augen der Kinder in einen Krimi. Detektiv Paul Nasenstöber und der Reporter Hardy Pomorin helfen bei der Recherche.

Tatort wird abgesperrt

Der Tatort Bücherei wird abgesperrt mit Flatterband, Kinder kriegen grüne Handschuhe und lösen schließlich den Fall. Gemeinsam tragen sie Hinweise aus vielen Büchern zusammen. Die vier Akteure des Improvisationstheaters „Ruhrknall“ haben mit den Kindern ganze Arbeit geleistet. „Das ist Kino im Kopf. Lesen bringt viel eigene Fantasie zu Tage“, sagte Wolfgang Jantz, der mit seinen Kindern Tessa und Rabea die Stadtbücherei besuchte. „Wir gehen öfter hierhin“, so die Mädchen. 

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