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Kinderprogramm lernt Laufen

BRAMBAUER Dem Tränentrocknen nach der Schließung des Kinder- und Jugendzentrums im Bürgerhaus folgt gemäßigte Freude: Das klein gequetschte Programm für Kinder bekrabbelt sich.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 19.12.2007

Der Tagesschnitt liegt bei 10 bis 20 Kindern. Kein Grund zum Jubeln. Aber auch kein Anlass zum Jammern. "Diese Frequenz", findet Thomas Stroscher, bei der Stadt zuständig für Ambulante Hilfe und Mobile Kinder- und Jugendförderung, "ist schon eine gute Marke."

Stroscher war einer der im Sommer zu Unrecht Abgewatschten, als nach der Schließung des Kinder- und Jugendzentrums städtische Jugendarbeit in den Augen vieler auf Tauchstation abgesackt war. "Wir haben zu Beginn des reduzierten Kinder-Programms im Bürgerhaus bewusst auf die große Werbetrommel verzichtet.

Das Angebot sollte sich erst etablieren", sagt Stroscher heute. Jetzt kann er, können die eingesetzten Honorarkräfte und kann der zuständige Fachbereich für Kinder, Jugend und Familie, mit dem Gang der Dinge zufrieden sein. "Diese Kinderarbeit wollen wir aufrechterhalten, vielleicht sogar ausbauen", sagt Stroscher.

Anbindung ans Familienzentrum erwägenswert

Eine Anbindung an das erfolgreiche Familienzentrum der Kitas an der Diesterwegstraße sei erwägenswert. Malen, Tanzen, Basteln: Diese Elemente tragen das Kinder-Programm zurzeit. Wir waren in der Weihnachtsbäckerei. 2. Etage. Bürgerhaus. Es duftet nach allem, was nicht nur Kindernasen in erwartungsvolle Bereitschaft versetzt. Ein halbes Dutzend Kinder sitzt, steht, hockt, fläzt sich am Tisch. Die engagierte Honorarkraft Britta Klecha zeigt, wie man Häuschen aus Spekulatien macht. "Ihr nehmt den Puderzucker. Ich zeuge Euch jetzt, wie man den Zuckerguss macht."

Sermina Xhukatani ist elf. Sie ist Stammgast. "Ich komme gerne hier her. Hier machen wir viele interessante Sachen", sagt das türkische Mädchen. Sermina hat an diesem Nachmittag ein Heimspiel. Alle Kinder am Tisch tragen türkische Namen. Ein Trend, der zunimmt. Offene Angebote auf dieser Ebene stoßen in Gruppen mit Migrationshintergrund offenbar auf gespitzte Ohren.

"Mit diesem Programm im Bürgerhaus machen wir Angebote für Kinder, die in ihrer Freizeit sonst wenig Alternativen haben", sagt Thomas Stroscher. Im neuen Jahr geht?s fröhlich weiter mit dem Programm für Sechs- bis Zwölfjährige in der 2. Etage des Bürgerhauses.

Jeweils montags und dienstags von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von 15 bis 16 Uhr bzw. 16 bis 17 Uhr ist die Tür auf.

Rückfragen zu weiteren Einzelheiten bei der Stadt Lünen, Mobile Kinder- und Jugendförderung, Tel.: (02306) 30 43 61 0.

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