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Kneipenszene ausgetrocknet

CAPPENBERG Bekannt und beliebt war Cappenberg für seine Gastlichkeit und als Ausflugsziel in weitem Umkreis. Der Ortsteil warb sogar mit vier großen Gaststätten und wurde zu einem Magneten in Sachen Naherholung. Dies sieht nun ganz anders aus.

von Von Günther Goldstein

, 04.03.2008
Kneipenszene ausgetrocknet

Die Zukunft der geschlossenen "Schleppjagd" ist ungewiss.

Die Gastronomieszene ist dramatisch verarmt. Die Waldschmiede an der Borker Straße, in der sich noch zum Jahrtausendwechsel viele Cappenberger trafen, ist wohl abzuschreiben. Ein Stück weiter zur Ortsmitte sind in dem historischen Hotel Kreutzkamp die Pforten seit 2003 geschlossen.

Und da die jüngsten Verhandlungen zwischen den Besitzern, der Familie Ebrecht und den langfristigen Pächtern Brau und Brunnen aus der Radeberger Gruppe gescheitert sind, wird sich in dem einst renommierten Haus vor 2014 nichts mehr tun. So lange ist das Haus noch per Vertrag vergeben. Es wird auch keine Eventgastronomie oder eine Teilöffnung der Dorfschänke geben. Lediglich ein Handwerks-Serviceunternehmen hat jetzt einen langfristigen Vertrag bekommen, die Haustechnik am Leben zu erhalten.

Chefetage ist noch im Unklaren

Im Blickwinkel von Kreutzkamp, auf der anderen Straßenseite, machte die Gaststätte "Zur Schleppjagd" eine Zeit lang Hoffnung. Die ist nun auch erst einmal Geschichte, das Lokal ist geschlossen. Und die Chefetage der Wohnungsbaugesellschaft zu Lünen ist sich noch nicht im Klaren, ob hier nicht eine andere Nutzung sinnvoller wäre.

Angesichts dieser Entwicklungen ist es geradezu ein Lichtblick, dass im Cappenberger Schlossbereich neue gastronomische Angebote gedeihen. Die Weinstube hat sich seit der Übernahme durch die Familie Bräckelmann gut entwickelt, und der Standort Schlosspark wird Anfang April durch die Eröffnung der ehemaligen Kegelbahn noch deutlich zu legen. Immer begehrter sind auch die Räumlichkeiten im Schloss selber, in denen Bräckelmanns Hochzeiten und andere Veranstaltungen anbieten.

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