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Konkurrentin des Opfers sagte aus

LÜNEN Frauengeschichten, Eifersucht, Betrug: darum drehte sich der zweite Verhandlungstag im Vergewaltigungs-Prozess gegen einen Musiker (29) aus Lünen am Landgericht Dortmund. Heute sagte die damalige Konkurrentin des mutmaßlichen Opfers (23) aus.

von Von Martina Schuch

, 14.01.2008

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Herbst 2006 seine damalige Freundin mindestens dreimal in ihrer gemeinsamen Wohnung in Horstmar vergewaltigt zu haben. Angeblich sollte sie unbedingt schwanger werden. Der Angeklagte leugnet das. Versichert, es sei alles einvernehmlich abgelaufen. Die 23-Jährige hatte hingegen Anzeige gegen den Angeklagten erstattet.

Sieben Kinder von drei  Frauen

Der Angeklagte hat sieben Kinder von drei verschiedenen Frauen. Heute sagte eine von ihnen aus. Sozusagen die damalige Konkurrentin des mutmaßlichen Opfers. Denn als der Angeklagte sich für die 23-Jährige entschied, wollte die Zeugin den Musiker unbedingt zurück. Das erzählte sie  vor der 36. Strafkammer. Sie habe sich mit ihm getroffen und ihre Schwester habe dafür gesorgt, dass die neue Freundin (das mutmaßliche Opfer) davon erfuhr. Bei diesem Treffen habe sie auch mit dem Angeklagten geschlafen und sei schwanger geworden, so die Zeugin. Das Kind kam im Mai 2007 zur Welt.

Mehrfach wegen Körperverletzung aufgefallen

Sie würde ihn fertig machen, wenn der Angeklagte sie betrügen würde, soll die 23-Jährige zur Zeugin gesagt haben. Und diese verbindet auch noch ein Gerichtsverfahren aus 2005 mit dem Angeklagten. Das Landgericht Dortmund hatte den 29-Jährigen nämlich zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Laut Urteil hatte er die 31-Jährige nach einem Streit geschlagen, geschubst und mit einem TV-Kabel bis zur Bewusstlosigkeit stranguliert. Mehrfach steht im Vorstrafenregister des 29-Jährigen: Körperverletzung. Ob er auch ein Vergewaltiger ist, müssen jetzt die Dortmunder Richter klären.

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