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Künstler zeigt Arbeitsalltag der Eisenhütte Westfalia

Hubert Berke

LÜNEN Einblicke in den Arbeitsalltag der Eisenhütte Westfalia vor 60 Jahren geben Werke des Künstlers Hubert Berke. Diese Zeugnisse eines bedeutenden Teils der Lüner Stadtgeschichte werden ab 2. Mai im städtischen Museum ausgestellt.

von Magdalene Quiring-Lategahn

, 27.04.2010
Künstler zeigt Arbeitsalltag der Eisenhütte Westfalia

Hubert Berke malte vor 60 Jahren die Westfalia und die Menschen bei der Arbeit. Museumsleiter Dr. Wingolf Lehnemann (l.) und Kulturdezernent Horst Müller-Baß präsentieren diese Werke ab 2. Mai in einer Ausstellung.

Berkes künstlerisch hochwertige Federzeichnungen, Lithographien und Aquarelle entstanden für eine Festschrift anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Hütte. Nachdem die Originale lange Zeit als verschollen galten, konnte das Museum der Stadt Lünen die Serie jetzt erwerben.   "Die Zeichnungen Berkes sind eine bedeutende Erweiterung der Lüner Museumsbestände", freut sich Museumleiter Dr. Wingolf Lehnemann. Er zeigt die Sammlung in einer Ausstellung,  die am Sonntag, 2. Mai, um 11 Uhr eröffnet wird. Dr. Siegfried Kessemeier, ehemals Kustos für Landesgeschichte am LWL-Museum in Münster für Kunst und Geschichte, wird als Kenner der Materie in die Werke einführen.

Studium bei Paul Klee Hubert Berke war zu seiner Zeit bereits ein anerkannter und vielfach ausgezeichneter Künstler. 1932 hatte er ein Semester bei Paul Klee studiert. In Lünen war er im Auftrag der Werksleitung für die Festschrift mit dem Skizzenblock unterwegs.   Er zeichnete Maschinenhallen, Menschen und hielt mit filigranen Strichen die Arbeitswelt der Vergangenheit fest. "Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Dokumentation der Industriegeschichte und ein ganz großer Schatz", freut sich Kulturdezernent Horst Müller-Baß. Zudem reihe sich die Ausstellung mit Werken Berkes thematisch in die Veranstaltungsreihe zur Ruhr.2010 ein, die den Wandel der Industrie thematisiere.