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Mahnung zur Früherkennung

LÜNEN Angela Hasse, Fotokünstlerin aus Hamburg, mahnt: "Geht hin zur Früherkennung. Habt keine Angst, euch zu informieren!"

von Von Volker Beuckelmann

, 28.10.2007
Mahnung zur Früherkennung

Beeindruckend ist die Fotoausstellung „Körperbilder - Kraftquelle der Seele“, die an Brustkrebs erkrankte Frauen zeigt.

Am Samstag zeigte sie im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema Brustkrebs eine Fotoausstellung in der St. Marienkirche von erkrankten Frauen. Präsentiert wurden emotionsgeladene Fotos, die zum Nachdenken anregen sollten. Auf einem Bild umarmte sich zärtlich ein Paar, auf einem anderen schminkte sich eine Frau in der Chemotherapie vor dem Spiegel.

Krebstumor verdrängt

Angela Hasse, die das Entstehen der Bilder erläuterte, freute sich, dass sie in der katholischen Kirche das Fotoprojekt zeigen durfte. „Früherkennung ist mein Thema“, sagte die Art-Fotografin und begrüßte eine ihrer Foto-Modelle: Heidi Glas aus Essen. Sie hat ihren Krebstumor eineinviertel Jahre verdrängt, bis er zuletzt 21 cm groß war.

"Ich nehme alle Therapien wahr"

„Ich dachte, das wird schon nicht so schlimm sein. Seit vier Jahren denke ich völlig anders, nehme alle Therapien und Vorsorgeuntersuchungen wahr. Ich habe Ärzte angetroffen, die Zuversicht und Mut geben. Ein Leben mit Krebs kann ein wertvolles Leben sein“, so Heidi Glas, die Frauen Mut macht, die Früherkennung zu nutzen.

Vorsorge wird zu wenig genutzt

Auf einem Transparent in der Kirche waren Notizen von Ausstellungsbesuchern zu lesen, wie z.B.: „Ich wollte mich vor diesem Thema drücken. Jetzt bin ich froh, da gewesen zu sein. Danke!“ Die Vorsorge werde zu wenig genutzt, unterstrich Dr. Donat Romann, Chefarzt der Gynäkologie am St.-Marien-Hospital, das als Brustzentrum Lünen-Unna mit dem Katharinen-Hospital den Infotag im Gemeindezentrum St. Marien organisierte. Dabei wurden neue Diagnose- und individuelle Therapieverfahren vorgestellt, wie die gezielte Nadelbiopsie oder das Radionukleid-Verfahren.

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