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Mit-Angeklagter will zur Tatzeit in Bosnien gewesen sein

Raubmord-Prozess in Hagen

Das Hagener Landgericht wird den Prozess um den Raubmord an einem Hagener Unternehmer im Herbst 2006 nicht vor Juni abschließen. Am Mittwoch wurden mit allen Beteiligten eine Reihe neuer Verhandlungstage festgelegt. Unterdessen hat sich einer der beiden Angeklagten aus Lünen und Bosnien-Herzegowina erstmals selbst zu den Vorwürfen geäußert.

HAGEN/LÜNEN

, 14.03.2018
Mit-Angeklagter will zur Tatzeit in Bosnien gewesen sein

Das Foto zeigt den Angeklagten aus Lünen neben seiner Verteidigerin Ina Klimpke. © Jörn Hartwich

„Ich war an der Tat, die mir vorgeworfen wird, nicht beteiligt“, hieß in einer Erklärung, die Verteidiger Frank Nobis für seinen bosnischen Mandanten verlas. Der Angeklagte will sich zur Tatzeit in seiner Heimat aufgehalten und dort seinen Führerschein gemacht haben. Seine Hoffnung ist nun: Vielleicht lagern im Keller der bosnischen Fahrschule noch Unterlagen, die seine Anwesenheit im Herbst 2006 bestätigen können.

2004 war er abgeschoben worden

Der Angeklagte räumt allerdings gleichzeitig ein, zwischendurch immer wieder in Deutschland gewesen zu sein – und das, obwohl er 2004 rechtskräftig in seine Heimat abgeschoben worden war. „Ich war mehrmals illegal in Deutschland“, gab der Bosnier zu. Bei seinen Besuchen habe er sich regelmäßig auch mit dem Mitangeklagten aus Lünen getroffen. Er kenne den Mann schon seit vielen Jahren, schon ihre beiden Mütter seien befreundet gewesen.

Unklar ist bei dieser Einlassung allerdings immer noch, wie DNA-Spuren des Bosniers an den Tatort gelangt sein können. Von solchen wird der Angeklagte im Prozess jedenfalls schwer belastet. Er glaubt nun, dass der wahre Täter bei dem Mord an dem Unternehmer Second-Hand-Kleidung getragen hat. „Ich habe damals viele Klamotten verkauft“, hieß es in der Erklärung.

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