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Multi-Kulti-Stadtfest könnte Rotstift zum Opfer fallen

Haushaltsloch

LÜNEN Hinter dem Multikulturellen Stadtfest steht ein Fragezeichen. An seinem Stammtermin im Frühsommer wird das Fest dieses Jahr nicht stattfinden können. Ob es 2010 überhaupt über die Bühne geht, steht dahin.

von Von Peter Fiedler

, 16.04.2010
Multi-Kulti-Stadtfest könnte Rotstift zum Opfer fallen

Ob das Multi-kulturelle Stadtfest in Lünen noch einmal gefeiert wird, ist derzeit unklar: Es könnte der Haushaltsmisere zum Opfer fallen.

Hintergrund ist die Haushaltssituation. Falls der Haushalt nicht genehmigt wird, Lünen somit in den Nothaushalt rutscht, muss das Fest ausfallen, hat Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick mitgeteilt. Er empfiehlt dem Integrationsrat, den geplanten Termin 12. Juni abzusagen und einen Termin nach den Sommerferien zu suchen, weil sich bis dahin die Frage der Haushaltsgenehmigung geklärt haben dürfte. Die Geldnot der Stadt bedroht nicht nur das Fest, sondern auch die Stelle des Integrationsbeauftragten. 100 000 Euro könnte die Stadt laut Verwaltung sparen, wenn sie das „Beauftragtenwesen“ (für Senioren, Behinderte, Frauen und Migranten) im Dezernat des Bürgermeisters zusammen fasst und mit dem Beschwerdemanagement verzahnt.

Allerdings wäre dann die volle Stelle des bisherigen Integrationsbeauftragten Willi Engelbertz, der 2010 in den Ruhestand geht, wohl nicht mehr zu halten. Dagegen will der Integrationsrat protestieren und in seiner nächsten Sitzung am 20. April um 16.30 Uhr im Rathaus eine Resolution an die Politik beschließen. Darin wird der Erhalt der vollen Stelle gefordert. Weiter heißt es in dem Beschlussvorschlag, der Integrationsrat akzeptiere eine pauschale Kürzung der entsprechenden Haushaltsstelle um 15 Prozent, um einen Konsolidierungsbeitrag zu leisten. Weitere 3000 Euro, die zusätzlich gestrichen werden sollen, seien aber nicht mehr akzeptabel, da dann wichtige Projekte, Maßnahmen und Veranstaltungen gefährdet seien.