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Musikalisches Feuerwerk abgebrannt

LÜNEN Mit schwungvollen Walzerklängen im „Dreiviertel-Takt“, Polkas und Quadrillen begrüßte die Neue Philharmonie Westfalen das Jahr 2008. Das Neujahrskonzert am Mittwoch war ein brillantes Feuerwerk an Tönen, das die Gäste im fast ausverkauften Heinz-Hilpert-Theater zum Schwärmen brachte.

von Von Volker Beuckelmann

, 03.01.2008
Musikalisches Feuerwerk abgebrannt

Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster (l.) signierte in der Pause die neue CD der Neuen Philharmonie mit dem Titel „Sphärenklänge“.

Mit dem Walzer „Sphärenklänge“ von Joseph Strauß begann der musikalische Ohrenschmaus. „Der Walzer ist damals für einen Ball der Mediziner entstanden“, sagte Heiko Mathias Förster, Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, der das Publikum als charmanter Begleiter durch den Abend führte und die Stücke mit seinem profunden Wissen erklärte.

Zuerst strahlten die „Sphärenklänge“ eine tiefe Empfindsamkeit aus, um dann voller Elan und Schwung zu erblühen. So hatte es sich das Publikum damals und heute gewünscht.

Lust aufs Verreisen

„Ohne Bremse“, die Schnellpolka von Eduard Strauß hatte es in sich. Während die erste Violine im 16-tel Takt gespielt wurde, „zündeten“ im Orchester kleine Explosionen, die einer rasanten Eisenbahnfahrt mit einer Dampflok glichen und Lust aufs Verreisen machten. „Auftraggeber war die Eisenbahngesellschaft“, erklärte Heiko Mathias Förster. Seit Sommer 2007 leitet er die Philharmonie und bot am Dirigentenpult eine ausgezeichnete Leistung. Es gab Augenblicke, da spielte er förmlich selbst die Violine.

Im  künstlichen Nebel

Ob anmutig leicht, buffonesk oder bissig, die Strauß-Stücke „Columbine“, „Harlekin“ und „Luzifer“ waren gut aufeinander abgestimmt. Die Philharmonie im künstlichen Nebel und Luzifer als Überraschungsgast, auch das wurde dem Publikum geboten, das nach der „Venus in Seide“ von Robert Stolz lustig in die Pause ging. Nicht fehlen durfte der „Kaiserwalzer“ im zweiten Teil des Programmes. Hier präsentierte das Orchester sein Können mit eindrucksvollen Soli und dynamischen Entwicklungen vom feinen Pianissimo bis zum Fortissimo.

Auf Zugaben folgten Ovationen

Mit viel Spielfreude zeigten sich die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen erfrischender denn je und machten mit ihrem Generalmusikdirektor an der Spitze einen glänzenden Eindruck. „Da haben die einen richtigen Gewinn gemacht“, sagte Jutta Spitzenberger, die das Konzert besuchte. Nach Zugaben, darunter der Radetzky-Marsch, wurden Orchester und Dirigent mit langen Ovationen groß gefeiert. Ein toller Abend.

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