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Nur noch die wenigsten Jugendlichen beginnen eine Ausbildung

LÜNEN Klassische Berufsausbildung nach der Schule – das ist bei Jugendlichen inzwischen ein Minderheitenprogramm. Von 768 Mädchen und Jungen begannen in diesem Jahr nach Ende der Sekundarstufe I nur 148 eine Berufsausbildung im dualen System (Unternehmen/Berufskolleg).

von Von Peter Fiedler

, 19.12.2007
Nur noch die wenigsten Jugendlichen beginnen eine Ausbildung

Die Grafik zeigt, mit welchem Abschluss die Lüner Jugendlichen in diesem Jahr die Schule beendeten.

Über 200 wechseln in die Oberstufe, setzen also ihre Schulausbildung fort, 267 besuchen ein Berufskolleg. Von denen treten aber nur 68 eine schulische Ausbildung an, während rund 200 erfolglose Bewerber an Maßnahmen teilnehmen, die ihre Perspektive für eine Berufsausbildung verbessern sollen. „Und die stehen im nächsten oder übernächsten Jahr erneut als Bewerber auf der Matte“, sagte Günter Appel, Leiter der Abteilung Wohnen und Arbeiten in der Stadtverwaltung. Künftige Soziallasten werden produziert „Das Thema bedrückt uns sehr“, betonte Erster Beigeordneter Günter Klencz, „wenn wir nichts tun, werden hier Soziallasten für die nächsten 30 bis 40 Jahre produziert.“. 75 Prozent der jungen Leute, die Leistungen der ARGE Kreis Unna („Hartz IV-Behörde“) beziehen, hätten keine Berufsausbildung. Vor diesem Hintergrund will die Stadt das „Übergangsmanagement Schule-Beruf“unbedingt fortsetzen, auch wenn Ende des Jahres die Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfond entfallen. Der Rat hat bereits die Finanzierung einer 25-Stunden-Stelle zur Verstärkung der Projektkoordinatorin Monika Lewek-Althoff bewilligt (wir berichteten) „Die Stadt will verlässlicher Partner bleiben“. hob Klencz hervor.Weitere Lernpartnerschaften in den Startlöchern Mit dem Anzapfen anderer Fördertöpfe, mit (erhofften) Sponsorengeldern und aus den Etats der Schulen sollen gut gestartete Projekte weiter geführt werden. Nachdem vier Lernpartnerschaften zwischen Firmen und Schulen schon gegründet wurden, „stehen vier weitere in den Startlöchern“, so Monika Lewek Althoff. Über die aufgebaute „Schüler-Verbleibsdatenbank“ weiß man erstmals genau, wie die Schullaufbahn verläuft und was die Jugendlichen anschließend machen. Der Berufsinformationstag 2008 wird am 24. September stattfinden. Eine Projektgruppe soll ihn ab Februar vorbereiten. Zudem möchte die Stadt eine ständige Jugendkonferenz etablieren, die ein bis zweimal pro Jahr tagen soll.

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