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Ogatas: "Ohne drei"

LÜNEN Der Rat muss bei den offenen Ganztagsschulen "ohne drei" auftrumpfen. Die beschlossenen drei zusätzlichen Gruppen werden vorerst nicht eingerichtet.

von Von Dieter Hirsch

, 31.08.2007
Ogatas: "Ohne drei"

An der Overberg-Schule wird es vorerst keine zusätzlichen Ogata-Gruppen geben.

Es handelt sich um zwei geplante Gruppen an der Overberg-Schule und eine an der Grundschule Horstmar. Trotz deutlich geringerer Fördergelder werden aber die im Dezember 2006 beschlossenen sieben Gruppen - drei an der Kardinal-von-Galen-Schule, zwei an der Elisabeth-Schule, eine an der Grundschule Horstmar und eine an der Osterfeldschule - eingerichtet.

Zu diesem Ergebnis kam der Rat am Donnerstag nach intensiver Debatte. Auf Antrag der SPD hatte der zuständige Erste Beigeordnete Günter Klencz erläutert, dass das Land die ehemals 90-prozentige Förderung für die sieben genannten Gruppen auf 70 Prozent zurück geschraubt habe. Von den ursprünglich erwarteten 805 000 Euro fließen nun nur noch 563 000 Euro. "Das haben wir zunächst nur mündlich von Arnsberg, noch nicht schriftlich", so Klencz.

Höherer Anteil

Damit erhöht sich der Eigenanteil der Stadt Lünen an den rund 900 000 Euro Gesamtkosten der sieben Gruppen auf 332 000 Euro. "Diese Summe wollen wir aus einem 500 000 Euro-Topf der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen nehmen", so Klencz. Das Geld sei mal vorgesehen gewesen für den Einbau einer neuen Lüftungsanlage in die Musikschule. "Dies ist mit dem neue Zentrum für Bildung und Kultur hinfällig geworden."

Die SPD überlegte zunächst, ob man nicht die Ogata für die von-Galen- Schule zugunsten weiterer Gruppen an der Overberg-Schule zurück stellen solle. "Die Overberg-Schule wird nicht ausreichend versorgt. In dem Einzugsbereich haben wir einen hohen Migrantenanteil", so die Argumentation von Achim Schwarz. Das soziale Umfeld an der von-Galen-Schule sei so, dass die Kinder dort versorgt seien.

Auf Ogata angewiesen

Klenzc wies darauf hin, dass es auch im Bereich der Kardinal-von-Galen-Schule Eltern gäbe, bei denen beide Teile berufstätig und deshalb auf eine Ogata angewiesen seien. Der Erste Beigeordnete erklärte, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. Wenn man jetzt nicht vorankomme mit der Einrichtung der sieben Gruppen, schaffe man es nicht mehr, im Herbst nächsten Jahres den Nachweis zu erbringen, dass die Einrichtung dieser sieben Gruppen notwendig war.

Und im Herbst 2008 will der Fördermittelgeber diesen Nachweis haben. "Sonst müssen wir Gelder zurück zahlen," so Klencz. "Wir müssen jetzt nicht zetern, sondern zupacken", forderte Friedhelm Schroeter CDU). Die SPD wie auch die anderen Fraktionen zogen mit.

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