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Polizei ab sofort auch mit dem Rad unterwegs

Unfallzahlen sollen sinken

LÜNEN Fahrradpolizisten sind ab sofort in Lünen im Einsatz. Grund ist die hohe Zahl von Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt sind. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im gesamten Bereich der Polizeiinspektion 3 (Lünen und Dortmund) 257 Unfälle mit Radfahrern. Allein in Lünen waren es mit 134 mehr als die Hälfte.

von Von Beate Rottgardt

, 12.04.2010

„Die 116 Verletzten bei diesen Unfällen sind Anlass für uns, uns diesem Problemfeld gesondert zu widmen“, so Wachleiter Klaus Demuth. Für 4000 Euro wurden zwei neue Fahrräder und für sechs Polizisten fahrradsportliche Dienstkleidung angeschafft.

Sowohl Beamte aus dem Wach- und Wechseldienst als auch Bezirksbeamte werden mit dem Rad unterwegs sein. Neben Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung werden sie auch nicht verkehrstaugliche Räder überprüfen. Und auch mal bei Fehlverhalten die Radler zur Kasse bitten. Wer beispielsweise bei Rot über die Ampel fährt, muss 45 Euro zahlen und bekommt auch einen Punkt in Flensburg.

Bis Ende Oktober wird das Konzept erst einmal durchgezogen. Mit dem Ziel, die Unfallzahlen zu verringern. Demuth: „An jedem Werktag sind zwei Beamte mindestens vier Stunden lang mit dem Rad unterwegs.“ Werktags deshalb, weil montags bis freitags 90 Prozent der im vergangenen Jahr 116 Verletzten zu beklagen waren.