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Polizisten schießen bewaffneten Mann an

LÜNEN Ein mit hoher Wahrscheinlichkeit psychisch kranker Lüner hat am späten Donnerstagabend zwei Polizisten mit zwei Messern bedroht. Daraufhin setzten die Beamten ihre Dienstwaffen ein, um den Angriff zu stoppen.

von Von Beate Rottgardt

, 26.10.2007
Polizisten schießen bewaffneten Mann an

Rettungskräfte versorgen den schwer verletzten Angreifer.

Durch Schüsse in Bein und Schulter wurde der 30-jährige Angreifer lebensgefährlich verletzt. Um 5 Uhr morgens kam dann die Entwarnung aus dem Krankenhaus – es besteht keine Lebensgefahr mehr.

Kurz vor 23 Uhr hatte der Lüner die Kreuzung an der Kurt-Schumacher-Straße/Cappenberger Straße bei Rot überquert. Dabei hatte ihn eine Streifwagenbesatzung beobachtet und angesprochen, warum er bei roter Ampel über die Straße gegangen war. „Daraufhin sei der Lüner aggressiv geworden und habe gesagt, er habe ein Messer dabei“, so die zuständige Staatsanwältin Dr. Ina Holznagel.

  Nach dieser Ankündigung stiegen die 30 und 31 Jahre alten Beamten aus. Nun sei der Lüner mit zwei großen Küchenmessern auf sie los gestürmt. Die Messer sahen, so die Beobachtung der Staatsanwältin, die sie nach der Tat auf der Straße liegen sah, sehr bedrohlich aus.

„Zum Glück waren die Polizisten vor Ort und nicht harmlose Passanten, die sich nicht hätten wehren können“, erklärte Dr. Ina Holznagel. Mit diesen Messern hätte der Mann, ihrer Einschätzung nach, einen Menschen tödlich verletzen können.

Kripo Bochum ermittelt

Die Ermittlungen wurden von der Kripo Bochum und der Staatsanwaltschaft Dortmund aufgenommen. In Fällen, in denen Polizisten involviert sind, ist es üblich, dass nicht die eigene Kripo ermittelt. Dr. Ina Holznagel: „Die Spurenlage wird genau analysiert.“

Gestern wurden die Polizisten noch nicht von ihr vernommen, deshalb sei auch noch nicht klar, ob einer oder beide Polizisten geschossen hätten. „Sie waren sehr gefasst, als wir sie antrafen.“ Die Beamten waren nach der Tat gehört worden, mussten aber nichts sagen. Auch das ist eine übliche Vorgehensweise. Gestern waren die Beamten nicht im Dienst.

Auch der 30-jährige Lüner konnte noch nicht vernommen werden. Er wird weiter im Krankenhaus behandelt. Warum er die Polizisten mit zwei Küchenmessern angriff, ist nach Aussagen der Staatsanwältin „völlig unverständlich“. Allerdings habe man noch in der Nacht über die Familie des Mannes herausgefunden, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit psychisch krank ist. „Möglicherweise muss er in die Psychiatrie eingewiesen werden.“ Das wird nach Prüfung der Vorgeschichte und des genauen Tathergangs entschieden.

           

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