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Schauspieler Clausnitzer präsentiert Konzertmelodramen

Reihe "Kirche beflügelt"

Der bekannte Dortmunder Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer war am Wochenende in Brambauer zu Gast. Anlass seines Besuches war die zehnte Veranstaltung der Reihe "Kirche beflügelt".

LÜNEN

von Von Volker Beuckelmann

, 07.11.2011
Schauspieler Clausnitzer präsentiert Konzertmelodramen

Konzertmelodramen des 19. Jahrhunderts präsentierten Claus Dieter Clausnitzer (r.) als Sprecher und Norbert Chlebowitz, der ihn am Flügel begleitete.

Romantische Konzertmelodramen des 19. Jahrhunderts mit Klavierbegleitung standen bei dieser Veranstaltung der Reihe „Kirche beflügelt“ am Sonntag in der fast voll besetzten Martin-Luther-Kirche auf dem Programm. Zum Jubiläum hatte sich der Organist und Pianist Norbert Chlebowitz mit dem Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer und der Professorin für Musikpädagogik an der TU Dortmund, Dr. Mechthild von Schoenebeck, ein exquisites Programm einfallen lassen.

Gesprochenes Wort mit begleitender Musik – auf diesen Nenner lässt sich die Gattung des Melodrams bringen. Doch hinter diesem Begriff steckt mehr, wie der lehrreiche Einführungsvortrag von Mechthild von Schoenebeck zu Beginn der Veranstaltung zeigte.„Der Begriff Melodram ist Ihnen sicher bekannt aus Hollywood-Filmen wie Titanic“, so die Professorin, die darauf hinwies, dass das Melodram schon in Mozarts Singspiel-Fragment Zaide (circa 1780) enthalten war und seit Beginn des 19. Jahrhunderts dem Publikum als Nebeneinander der Künste gefiel.

Claus-Dieter Clausnitzer und Norbert Chlebowitz boten eine breit gefächerte Auswahl an sieben Stücken, darunter „Das Hexenlied“ von Ernst von Wildenbruch. „Wir haben den Teufel im Kloster zu Gast“, sagte Clausnitzer, der durch ausgeprägte Sprechkunst die dramatische Wirkung des höchst anspruchsvollen Werkes unterstrich. Norbert Chlebowitz begleitete derweil am Flügel mit einer Melodie von Max Schilling und trug damit zum geistlich-sinnlichen Vergnügen par Excellence maßgeblich bei.

Die vollendete Harmonie zwischen Musik und Sprache entfaltete sich auch bei der Ballade vom Heidenknaben (Friedrich Hebel) und beim hochdramatischen Werk „Lenore“, einer Ballade des deutschen Dichters Gottfried August Bürger. Eine weitere Sternstunde war „Schön Hedwig“ als Kombination eines Gedichts von Christian Friedrich Hebbel und einer Melodie von Robert Schumann.  

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