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Schulung für das Fachpersonal

LÜNEN Essen bedeutet Genuss, Lebensqualität und eine angenehme Zäsur des Tages. Doch was passiert, wenn das Essen schwer fällt und Mangelerscheinungen zu befürchten sind?

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 13.10.2007
Schulung für das Fachpersonal

Ihre Zertifikate als Pflegebeauftragte für künstliche Ernährung erhielten am Donnerstag Mitarbeiter der Senator GmbH in der Residenz Osterfeld.

Das Thema künstliche (enterale) Ernährung – gerade in Altenheimen – ist zum viel diskutierten Thema geworden. Die Senator GmbH, die die Residenz Osterfeld betreibt, hat jetzt Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen Pflege und Küche aller fünf Senator-Einrichtungen in NRW zum zertifizierten Pflegebeauftragten für künstliche Ernährung geschult.

„Alle Aktivitäten und Bemühungen sind darauf ausgerichtet, kranke Menschen zu unterstützen, die in ihrer Nahrungsaufnahme eingeschränkt sind“, so Silvia Keggenhoff, Einrichtungs- und Pflegedienstleiterin der Residenz Osterfeld. Das bedeutet eine qualifizierte Ernährungstherapie.

Schluckbeschwerden

Ein plötzlicher Schlaganfall kann das Schlucken erschweren und damit auch die Nahrungsaufnahme. Künstliche Ernährung gibt es als Getränk oder wird direkt über einen Schlauch in den Magen gegeben. Als Variante kann sie beispielsweise in Nachtisch eingerührt werden, „damit der Betroffene in kleinen Mengen möglichst viel Kalorien aufnehmen kann“, erläutert Silvia Keggenhoff. Das ist wichtig, denn unzureichende Ernährung fördert Demenz, schwächt das Immunsystem und verzögert beispielsweise die Wundheilung.

„Wir wollen den Ernährungsstatus auf ein Optimum bringen“, erklärt Berthold Pothmann, Pfrimmer-Verkaufsleiter. Das zertifizierte Unternehmen unterstützt die Senatorgruppe als kompetenter Partner und führte zusammen mit der ihr die Schulung durch.

In drei Seminarblöcken lernten die elf Teilnehmer an vier Workshoptagen Grundlagen einer bedarfsgerechten Ernährung, dazu indikationsbezogene künstliche Ernährungstherapien sowie die Erstellung von Ernährungskonzepten und schließlich Wundlehre, Tumorerkankungen und Ernährung sowie Grundlagen der Rhetorik als Argumentationshilfe.

Ziel Dialog

In jeder der fünf Senator-Einrichtungen in NRW soll es Ernährungsteams geben. Ziel ist ein interdisziplinärere Dialog zwischen allen Berufsgruppen.

Im kommenden Jahr sind weitere Schulungen vorgesehen. Von der Residenz Osterfeld, die 59 Bewohner hat, haben Melanie Burek und Petra Hause ihre Zertifikate erhalten.

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