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Sparkasse: Keine Gefahr durch WestLB-Belastungen

LÜNEN „Der Betrag, der auf uns zukommt, gefährdet unser Haus definitiv nicht.“ Das erklärte Ulrich Fischer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lünen, zu den Belastungen, die das Institut als Beitrag zur Stärkung der angeschlagenen Westdeutschen Landesbank (WestLB) zu leisten hat.

von Von Peter Fiedler

, 24.01.2008
Sparkasse: Keine Gefahr durch WestLB-Belastungen

Ulrich Fischer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lünen/Selm.

Auf 250 Millionen Euro bezifferte er die Summe, die die 76 westfälisch-lippischen Sparkassen als Miteigentümer der angeschlagenen WestLB gemeinsam schultern müssen. Wie viel genau auf Lünen entfällt, steht laut Fischer noch nicht fest. Dies hänge auch vom Jahresabschluss 2007 der WestLB ab, der noch nicht vorliege.

In manchen Sparkassen herrscht Unruhe

„Es ist ärgerlich, weil das Geld definitiv verloren ist, aber es wird uns nicht umhauen“, meinte Fischer. Er hob hervor, dass die Sparkasse Lünen zu den eigenkapitalstärksten Sparkassen in NRW zähle. In manchen Sparkassen herrscht bereits Unruhe unter den Mitarbeitern, weil sie fürchten, dass die Institute unter dem Druck der Verpflichtungen zu Gunsten der WestLB am Personal sparen könnten.

"Personalabbau schließe ich aus"

Für die 330 Beschäftigten in Lünen und Selm gibt Vorstandschef Fischer Entwarnung: „Es gibt keinen Druck auf uns momentan. Einen Personalabbau in Bezug auf die WestLB schließe ich aus.“ Fischer betonte, dass man soeben erst alle acht Auszubildenden übernommen habe. Zudem werde der im Tarifvertrag vorgesehene Einkommensanteil, der sich am Unternehmenserfolg bemisst, für 2007 voll an die Mitarbeiter ausgezahlt. Die hohen Summen, die die Sparkasse Jahr für Jahr für gemeinnützige Zwecke spendet, sieht der Vorstandschef derzeit nicht gefährdet. „Ich glaube, dass unser Engagement nicht nachlassen wird“, erklärte er und nannte als Beispiele die Förderung von Kinofest und Drachenfest Lünen.

Gemeinnützige Projekte fördern

Seit Jahren sei es eine zwischen Vorstand, Verwaltungsrat und Zweckverbandsversammlung abgestimmte Strategie, keine Gewinne an die Städte Lünen und Selm auszuschütten, sondern stattdessen gemeinnützige Projekte in den beiden Kommunen zu fördern. Zur WestLB erklärte Fischer, dass die Sparkasse Lünen Tag für Tag „gut und auf hohem Niveau“ mit den Kollegen der WestLB zusammenarbeite. 

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