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Stadt besitzt nun einen Bahnhof

LÜNEN Es ist fast wie beim Monopoly: Zwei Häfen hatte die Stadt schon, jetzt hat sie auch einen Bahnhof gekauft. Nur steht der leer und bringt noch keine Miete ein.

von Von Peter Fiedler

, 21.01.2008
Stadt besitzt nun einen Bahnhof

Projektleiter Carsten Kirchhoff (2.v.r.) übergab den symbolischen Bahnhofsschlüssel an Wilfried Weineck (3.v.l.). Darüber freuten sich der zweite Stadthafen-Prokurist Andreas Hüsing (3.v.r.) und die Bahnvertreter (v.l.) Saskia Ziebell, Volker Nikolaus und Fred Röming.

Die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft NRW (BEG) übergab heute offiziell den symbolischen Schlüssel für das Bahnhofsgebäude an die Prokuristen der Stadthafen Lünen GmbH, Wilfried Weineck und Andreas Hüsing. Wie berichtet, hat die Stadthafen GmbH, die Stadt- und Stummhafen betreibt, das Gebäude stellvertretend für die Stadt Lünen zum Preis von 230 000 Euro erworben und damit ein Vorkaufsrecht genutzt.

Was aus Bahnhof wird, ist noch offen

„Wir wollen den Kommunen die Möglichkeit geben, die städtebauliche Entwicklung und Nutzung nach eigenen Vorstellungen auf den Weg zu bringen“, erläuterte BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus. Die Bahn trennt sich derzeit von vielen Bahnhofsgebäuden. Was jetzt aus dem Lüner Bahnhof wird, ist offen. Interessenten gibt es, Nutzungskonzepte auch: Multikulturelles Bildungszentrum, Pflegedienst, italienisches Restaurant, Bürgerhaus. „Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten im engen Schulterschluss mit der Stadt an der Zukunft des Bahnhofs arbeiten. So wie es ist, kann und soll es nicht bleiben“, kündigte Weineck an.

Basis der Preisfindung

Das Unternehmen DB Station und Service, so sehen es die Verträge vor, bleibt für den Unterhalt jener Gebäudeteile zuständig, die von den Reisenden genutzt werden. BEG-Projektleiter Carsten Kirchhoff hob hervor, man habe bei der Preisermittlung „nicht Basar gespielt“, sondern sich einem objektiven Verfahren unterworfen. Gutachten zur Bausubstanz und zum Wert des Gebäudes bildeten die Basis der Preisfindung.

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