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Stadtwerke bauen 40 Stellen ab

LÜNEN Die Stadtwerke stehen vor einem einschneidenden personellen Aderlass: 40 Stellen werden in den kommenden Jahren abgebaut. Das bestätigte heute Geschäftsführer Dr. Achim Grunenberg auf Anfrage.

von Von Peter Fiedler

, 14.12.2007
Stadtwerke bauen 40 Stellen ab

Dr. Achim Grunenberg.

Das mit dem Betriebsrat vereinbarte Konzept ist die Antwort des Unternehmens auf gekürzte Entgelte für die Netznutzung. Danach dürfen die Stadtwerke, wie viele andere Energieerzeuger und -versorger auch, ihren eigenen Kunden sowie anderen Anbietern, die das örtliche Netz nutzen, künftig deutlich weniger Geld berechnen als bisher. Die Einbußen, die in einem abgestuften Verfahren bis 2017 vom Gesetzgeber festgelegt wurden, summieren sich für die Stadtwerke laut Grunenberg auf mehrere Millionen Euro.

Altersteilzeitvereinbarungen wurden schon abgeschlossen

Der Geschäftsführer hält die Kürzungen für überzogen, spricht von Enteignung kommunalen Vermögens und Substanzverzehr. Um die Kostenstruktur an die bevorstehenden Einnahmeverluste aus der Netznutzung anzupassen, werden bis zum Jahr 2013 insgesamt 40 Stellen gestrichen. Mit zahlreichen Betroffenen seien bereits Altersteilzeitvereinbarungen abgeschlossen wurden, erläuterte Dr. Grunenberg. Freiwerdende Stellen nicht mehr neu zu besetzen, sei ein weiteres Instrument, die Belegschaft zu reduzieren.

Alle Unternehmen des Konzerns sind betroffen

Betroffenen seien alle Unternehmen des Konzerns Stadtwerke, also such die Häfen und die Bäder. Derzeit sind im Stadtwerke-Unternehmensverbund noch 260 Menschen beschäftigt. „Wir werden mit weniger Personal die sich immer mehr verdichtenden Aufgaben erledigen müssen“, kündigte der Stadtwerke-Geschäftsführer an. Dazu wolle man die innerbetriebliche Arbeitsorganisation weiter optimieren. Die Kürzung der Netzentgelte, die bei der Preiskalkulation etwa ein Drittel ausmachen, werde sich zwar dämpfend auf die Energiepreise auswirken. Senkungen kann der Stadtwerke-Geschäftsführer den Kunden allerdings in naher Zukunft nicht in Aussicht stellen, allenfalls „geringere Steigerungen“.

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