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Standesamtsleiter Seiler geht nach über 3500 Trauungen in Ruhestand

Ambiente-Trauungen

LÜNEN Nach mehr als 3500 Trauungen geht Standesamtsleiter Ernst Jörgen Seiler nächste Woche in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Sein Nachfolger wird Peter Krieger, der sich derzeit entsprechend weiterbilden lässt.

von Von Beate Rottgardt

, 21.04.2010
Standesamtsleiter Seiler geht nach über 3500 Trauungen in Ruhestand

Noch eine Woche sitzt Ernst Jörgen Seiler an seinem Schreibtisch im Standesamt und traut auch noch Paare.

49 Arbeitsjahre, davon 48 Jahre im öffentlichen Dienst, liegen hinter Seiler. Zehn Jahre und neun Monate war er Leiter des Lüner Standesamtes. Als er begann, verzeichnete man jährlich 250 bis höchsten 300 Trauungen in Lünen. Heute sind es immer zwischen 400 und 450, davon auch viele auswärtige Paare.

Denn Seiler setzte auf ansprechende Infobroschüren rund ums Thema Heiraten und sorgte dafür, dass Ambiente-Trauungen in Lünen mittlerweile selbstverständlich sind. So kann man inzwischen nicht nur im Rathaus, sondern auch im Museum Schwansbell, im Bergarbeiterwohnmuseum Brambauer, in der Schlossmühle, auf der "Santa Monika III" und der "MS Hildegard" heiraten. Oder auch im Hilpert-Theater und auf der Galerie im Hansesaal.

"Lüner Bonuskoffer" Und das fast "rund um die Uhr" und an nahezu jedem Tag im Jahr. Seiler: "Nur an Neujahr, Karfreitag und den ersten Feiertagen an Weihnachten, Ostern und Pfingsten trauen wir nicht."

Lange nicht so groß wie erwartet, war die Resonanz von gleichgeschlechtlichen Paaren auf die Möglichkeit, Lebenspartnerschaften einzutragen. "Man hatte fünf Prozent der gesamten Trauungen im Jahr erwartet, tatsächlich waren es 2009 nur acht und im ersten Jahr auch nur zwölf."

Auch wenn Seiler demnächst in Pension ist - eine seiner Ideen kommt ab Mai den Brautpaaren, die in Lünen heiraten, zugute. So bekommen sie nicht nur ein Kochbuch bei der Anmeldung zur Trauung, sondern wohl ab dem Wonnemonat auch den "Lüner Bonuskoffer" mit Gutscheinen von Lüner Geschäftsleuten.