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Streik: Busse blieben im Depot

LÜNEN Den Personalausweis verlängern? Das ging Mittwoch nur im Notfall. Denn mehr als die halbe Belegschaft im Rathaus befand sich im ver.di-Warnstreik. Auch städtische Kindertageseinrichtungen waren nur notdürftig besetzt. Kein VKU-Bus verließ das Depot, allerdings waren die privaten Unternehmer im Einsatz, die 43 Prozent der Fahrdienstleistung abdecken.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 05.03.2008
Streik: Busse blieben im Depot

An der Einfahrt zum Busdepot an der Kupferstraße hatten sich die Mitarbeiter zum Streik versammelt.

Der Müll wurde nicht abgeholt, die Schwimmbäder waren dicht und an etlichen Schulen fehlten Hausmeister und Sekretärinnen. Auch die Sparkassen und Mitarbeiter von Altenpflegeeinrichtungen legten die Arbeit nieder. Alles verlief in Lünen dennoch relativ normal. An den Schulen waren die Fahrradständer gut gefüllt. Etliche Schüler kamen zu spät, manche gar nicht. Die Taxi-Unternehmen meldeten jedenfalls keine nennenswerten Zusatzfahrten.

"Letzte Warnung an Arbeitgeber"

Etwa 600 Lüner nahmen an der großen ver.di-Kundgebung in Dortmund teil, wo sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 8000 Protestler versammelt hatten. "Es ist kalt, aber die Stimmung ist super", so verdi-Bezirksgeschäftsführer Uli Dettmann. Der Warnstreik sei die letzte Warnung an die Arbeitgeber, ein seriöses Angebot vorzulegen. Sollten die Verhandlungen scheitern, rechnet Dettmann mit der Schlichtung im April. Sollte auch die nicht erfolgreich verlaufen, stellt er Urabstimmung und Arbeitskampf in Aussicht. "Das wird eine harten Sache", so Dettmann.

 

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