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Trianel: Steag plant zusätzlichen Kraftwerksblock

LÜNEN Beim dritten Tag des Erörterungstermins zum Kraftwerksbau überraschte Trianel-Jurist Dr. Riese. Er sprach von der Absicht der Steag, das bestehende Kraftwerk um einen weiteren Kraftwerksblock zu erweitern. Noch in der letzten Woche hatte Steag-Pressesprecherin Sabrina Herich erklärt, das Unternehmen entscheide erst Ende des Jahres.

30.08.2007
Trianel: Steag plant zusätzlichen Kraftwerksblock

Für Trianel besteht aber nach Angaben von Riese keinerlei gesetzliche Verpflichtung, einen potenziellen Neubau der Steag, der zudem noch überhaupt nicht technisch konkretisiert worden sei, im Genehmigungsantrag zu berücksichtigen.

Prof. Dr. Johannes Hofnagel, Einwender,  entgegnete Dr. Riese: „Sie bestätigen hier, dass die Steag die Absicht hat, einen weiteren 750 MW-Kraftwerksblock zu bauen“. Daher sei das Verhalten von Trianel scheinheilig, in den Antragsunterlagen nicht zu berücksichtigen, dass 'direkt vor Ihrer Haustür' noch ein weiterer Kraftwerksblock entstehen soll.

„Die Steag ist ihr Wettbewerber und möchte gar nicht, dass Sie hier in Lünen ein Kraftwerk bauen. Die Steag möchte, dass wir hier (gemeint sind die Einwender) das Trianel-Kraftwerk zu Fall bringen“, glaubt Hofnagel. Er appellierte an die Bezirksregierung: „Es liegen jetzt genug Fakten auf dem Tisch. Jetzt müssen sie Taten folgen lassen.“

Klaus Tillmann von der Bezirksregierung: „Um ein Kraftwerk berücksichtigen zu können, muss ein Antrag vorliegen und ich müsste wissen, was für ein Kraftwerk gebaut werden soll.“ Falls es aber tatsächlich gebaut werden sollte, seien die übrigen vorhandenen oder geplanten Kraftwerke zu im Genehmigungsverfahren zu berücksichtigen.

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