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Weniger Insassen in Jugendarrestanstalt

LÜNEN Von einem angenehmeren Aufenthalt zu sprechen, wäre möglicherweise verfehlt, aber: in der Jugendarrestanstalt hat sich die Lage deutlich entspannt. Die Zahl der Arrestanten ist binnen zwei Jahren erheblich zurück gegangen, die Zahl der Mitarbeiter hat sich hingegen erhöht.

von Von Peter Fiedler

, 28.12.2007
Weniger Insassen in Jugendarrestanstalt

Mehr Personal, weniger Arrestanten: Die Jugendarrestanstalt am Spormeckerplatz spürt eine deutliche Entlastung.

Das macht das Leben auf beiden Seiten leichter. Verzeichnete die Anstalt am Spormeckerplatz 2005 noch 1940 Arrest-Ersuchen, waren es 2005 nur 1677 und in diesem Jahr nurmehr 1511. Der Grund: In Düsseldorf-Gerresheim ist eine zusätzliche Jugendarrestanstalt gebaut und Ende 2005 eröffnet worden.

Entlastung durch Neubau in Düsseldorf

„Vorher war hier bei uns in Lünen jeder Platz belegt. Das führte zu viel Unruhe“, berichtet Brigitte Knauer, Amtsgerichtsdirektorin und Vollzugsleiterin der Jugendarrestanstalt. Die Entlastung durch den Neubau in Düsseldorf hat auch dafür gesorgt, dass die Wartezeiten zwischen Urteil und Arrestantritt kürzer geworden sind. Nur noch etwa zwei Wochen vergehen nach Angaben von Brigitte Knauer, bis die Jugendlichen geladen werden.

Mehr Zeit für den einzelnen Arrestanten

„Wenn ein Richter der Meinung ist, dass ein Jugendlicher sofort seinen Arrest antreten sollte, etwa um den Kontakt zu seiner Umgebung zu unterbinden, können wir das meistens auch ermöglichen“, betont die Vollzugsleiterin. Da die Arrestanstalt mit ihren 43 Plätzen jetzt nicht mehr ständig ausgebucht ist, haben die Mitarbeiter des Vollzugsdienstes mehr Zeit für den einzelnen Arrestanten.

Sport, Spielangebote und Computerkurse

 Es gibt z.B. Sport- und Spielangebote, Computerkurse und Bewerbungstrainings. 16 Vollzugsdienstbeamte und ein Sozialarbeiter kümmern sich um die jungen Straftäter. Zwei Vollzugsdienstmitarbeiter hat die Arrestanstalt zusätzlich erhalten – Konsequenz des Landes NRW aus den schrecklichen Vorkommnissen im Jugendgefängnis Siegburg, wo ein 20-jähriger Gefangener buchstäblich zu Tode gequält wurde. „Mit den zwei zusätzlichen Kollegen ist der Nachtdienst verstärkt worden“, erläutert Brigitte Knauer.

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